Wärm mal Pumpe!

Wärm mal Pumpe!

Was ist eigentlich eine Wärmepumpe? Eine Pumpe, die wärmt… ja vielleicht eine, die heißläuft und das in einem ganz kleinen Kammerl, dann wärmts vielleicht, aber sonst? Die Antwort ist einfach – und hilft, von fossilen Brennstoffen unabhängig zu sein.

Ja, es stimmt!

In Wirklichkeit handelt es sich bei der Wärmepumpe um eine Pumpe, die ein Medium (Flüssigkeit) warm ins Haus reinpumpt und kalt wieder rauspumpt. Fertig!
Nun ja, die Wärme beim Reimpumpen ist relativ. Zum Glück! Oft reichen Mediumstemperaturen von ein paar Grad über Null, sogar oft unter Null um ein Einfamilienhaus wie meins zu beheizen! Und das ist gut für den umweltschonenden, energieeffizienten Lebensstil.

Ein Königreich für einen Brunnen!

Also bei mir wars so: Ich wollt einfach von fossilen Brennstoffen unabhängig sein und Geld und Energie sparen. Deshalb ließ ich mich über die verschiedenen Formen der Wärmepumpe beraten.
Wasser/Wasser, das wäre überhaupt super, ein Freund von mir hat das und ist damit hoch zufrieden. Und was braucht man dazu? Wasser! Eh klar! Also z.B. einen Brunnen. Von dem Grundwasser oder der Quelle pumpt man das warme Wasser (Tiefenwasser so ca. 8°… also sehr warm :-)) in die Wärmepumpe, dort ist alles dann wie ein verkehrter Kühlschrank.

Das umgekehrte Kühlschrank-Prinzip

Und der Kühlschrank funktioniert so: Entziehe der Luft Wärme, entsorge die Wärme und die (Eiskasten-) Luft wird kalt.
Wärmepumpe: Entziehe dem Medium Wärme, speichere in diesem Falle aber die Wärme und entsorge die Kälte.
Man „entnimmt“ also dem Wasser ein paar Grad und schickt das nun kältere Wasser wieder…. ja wohin?
Also man braucht einen zweiten Brunnen, weit weg vom ersten Brunnen, damit sich das warme Wasser nicht mit dem kalten vermischt… eh klar.

Ein Brünnlein im Garten?

Nun, ich hab ein Gartel, wo mittendrin grad mal ein Brünnlein Platz gefunden hätte, aber niemals zwei…. wenn’s da unten überhaupt a Wasser gibt. Sieht man ja von heroben auch nicht! Also nix!

Aufblasbare Bagger gibt’s noch nicht

Wenn sie also ein großes Grundstück haben, dann passt das. Wünschelrutengeher rein in den Garten und 2 tiefe Löcher bis das glitzernde, flüssige Gold fließt!
Es empfiehlt sich auch, das bei einem Neubau zu realisieren, weil da können dann die Brunnensuchungen, Bagger- und Grabarbeiten ungestört durchgeführt werden.
Das gleiche gilt auch bei Wärmepumpen vermittels Tiefenbohrung.
Da mein Haus schon lange steht und der Garten soweit fertig ist, waren bei mir beide Varianten auszuschließen. Nicht nur aus Platzmangel, sondern auch weil mein Grundstück mit einer alten Mauer eingefriedet ist… also nix mit Maschinen im Garten, weil sonst Mauer kaputt. Und aufblasbare Bagger gibt’s ja noch nicht.

Jetzt haltet euch an!

Das war die Lösung: Die Luft-Wasser-Wärme-Pumpe.
Ich sag euch, das is a gscheite Maschin. Also eine Flüssigkeit wird in einem Splitgerät von der Umgebungsluft auf Umgebungslufttemperatur „erhitzt“, in die Wärmepumpe geleitet etc. etc. (siehe oben).
Und das nun abgekühlte Medium geht wieder raus ins Freie und wird dort durch die Umgebungsluft wieder aufgewärmt, usw., usw. Einfach und genial.
Und das Wasser in meinem Pufferspeicher wird auf bis zu 60 Grad erwärmt. Und das funktioniert… und jetzt haltet Euch an…. bis minus 5° Außentemperatur!

Ochsner, der Bulle aus Haag

Und diese Maschine, die das in meinem Hause erledigt ist ein Ochsner GMLW 14 H/K. Ich bin sehr zufrieden! Echt!
Übrigens: Ochsner (siehe Bild ganz oben) war die einzige Firma, die auf meinen Hilfeschrei im letzten Blog reagiert hat! Danke Herr Stöger!
Jetzt suchen wir noch einen kreativen, willigen Kopf bei Hanazeder…
Ach ja, eh wie immer… tralala.cc (mit neuen Fotos) und herbertsteinboeck.com
Ich komm einfach nie dazu über mich zu schreiben… sehr blöd… 🙂
Aber ganz bestimmt das nächste Mal.
Servus mitnand!

1 Kommentar

  1. Thomas Spitzer sagt:

    und wenn die Außentemperatur unter 5°C fällt, weicht man auf welche Alternative aus? Warmwasser elektrisch und Raumluft mit einen Schwedeofen oder so?

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