Das private 24-Stunden-Kraftwerk: Neue Speicherlösungen für Photovoltaik

Das private 24-Stunden-Kraftwerk: Neue Speicherlösungen für Photovoltaik

Es ist die Schattenseite der privaten Photovoltaik-Nutzung: Tagsüber, wenn viel Energie erzeugt wird, sind die Bewohner meist nicht zu Hause, der Energiebedarf ist gering. Die nicht direkt benötigte, überschüssige Energie geht verloren und muss zu schlechten Konditionen wieder ins Netz eingespeist werden. Mit 2013 ändert sich dies – dank neuartiger Speicherlösungen.

Einer der größten Wehrmutstropfen konventioneller PV Anlagen ist die geringe Energieausbeute: Nur ein Bruchteil der am Dach produzierten Energie kann auch selbst genutzt werden. Unter Tags, wenn die meiste Energie erzeugt wird, sind die Bewohner meist nicht zu Hause und der Energiebedarf ist ausgesprochen gering. Die nicht direkt benötigte, überschüssige Energie geht daher verloren – sie muss zu schlechten Konditionen wieder ins Netz eingespeist werden. Morgens, abends und nachts, wenn die Bewohner wieder zuhause sind und der Energiebedarf rapide steigt, fehlt jedoch die Sonne als Energiequelle und der Strombedarf muss wiederum zu hohen Tarifen aus dem Netz gedeckt werden. Messungen zeigen, dass typische Haushalte nur 20-30% des selbst produzierten Stroms auch selbst verbrauchen können, der Rest geht ans Netz verloren. Mit 2013 ändert sich dies – die private Energiewende wird dank neuartiger Speicherlösungen auch ohne Förderungen möglich.

Sonnenstrom speichern

Seit langem ist klar, dass Batterien als Tages-Pufferspeicher eine Lösung dieses Problems bieten können. Sie speichern die tagsüber produzierte Energie um sie am Abend und nachts, wenn sie benötigt wird, wieder abzugeben. Um dies effizient und vor allem langfristig zu realisieren, bedarf es jedoch einiger Eigenschaften, die herkömmliche Lösungen bis dato nicht bieten konnten.

1. Lebensdauer

Konventionelle Blei-Akkus und auch frühe Lithium-Ionen-Batterien hatten eine viel zu kurze Lebensdauer um als langfristige Lösung eingesetzt zu werden. Bereits nach wenigen Jahren ging ein Großteil der Speicherkapazität verloren. Erst mit der Verfügbarkeit von Speicherlösungen, die weit über 10 Jahre kaum an Speicherkapazität einbüßen, amortisiert sich die Anschaffung einer Speicherlösung auch langfristig. Lithium-Eisenphosphat-Akkus liefern dafür die optimalen Voraussetzung: Im Vergleich zu konventionellen Lithium-Akkus sind sie chemisch stabiler, erlauben weitaus mehr Ladezyklen, haben eine höhere Energiedichte und ein besseres Kälteverhalten.

2. Garantiedauer

Mit einer entsprechenden Lebensdauer der Batterien kann meist auch eine entsprechende Herstellergarantie gegeben werden. Im Idealfall sollte eine solche Garantie bis zu 10 Jahre währen und sich auf eine zugesicherte Speicherkapazität beziehen. Neovoltaic bietet für den neoStore beispielweise eine Garantie von 10 Jahren bei einer Mindestleistung von 87,5%. Um dies zu gewährleisten, braucht es ein entsprechendes integriertes Batteriemanagementsystem, dass die optimale Beladung, Entladung und Überwachung der Batterienzellen sichert.

3. Systemeffizienz

Neben der Lebensdauer ist eine entsprechende Systemeffizienz eines der wichtigsten Kriterien einer privaten Speicherlösung. Wenn das System selbst einen Gutteil der Energie über unnötiges Umwandeln des Stroms vor der Speicherung verliert, reduziert sich die Energieausbeute durch die Verluste des Systems selbst. Daher ist ein System vorzuziehen, dass die Gleichstrom-Energie vom Dach direkt als Gleichstrom speichert, ohne sie vorher mit Verlusten in Wechselstrom umzuwandeln. So ein System wird DC-Vollhybrid genannt und ist aus Effizienzgründen einem AC-System vorzuziehen, das Strom zuerst in Wechselstrom umwandelt um ihn dann vor der Speicherung in Gleichstrom zurück zu konvertieren.

4. Dimensionierung & Nachrüstbarkeit

Typische Haushalte haben einen Energiebedarf, der mit einer 5 kWh Speicherlösung optimal gedeckt werden kann. Dennoch ist es wichtig, die Möglichkeit zu haben, ein System leicht nachrüsten zu können, sollte sich der Energiebedarf im Laufe der Jahre ändern. Dies garantiert, immer die optimale Dimensionierung wählen zu können, um so das beste Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen. Wächst die Familie oder der Energiebedarf des Haushalts kann die Speicherlösung durch eine Nachrüstung leicht den geänderten Anforderungen angepasst werden.

5. Monitoring & Fernüberwachung

Moderne Speicherlösungen arbeiten wartungsfrei, die Anlagen müssen nicht überwacht werden. Dennoch hat sich die Möglichkeit das Systemverhalten, die Systemeffizienz und nicht zuletzt die laufende Einsparung tagaktuell abrufen zu können, als eines der wichtigsten Funktionen erwiesen. Der Wert der eigenen Energie wird nachvollziehbar. Das eigene Verbrauchsprofil wird tageweise archiviert und kann jederzeit analysiert werden. Darauf aufbauend lassen sich Smart-Home-Anwendungen zur Senkung der Kosten und Erhöhung des Komforts realisieren. Die private Energiewende wird erlebbar.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter neovoltaic.com.

1 Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Verwandte Artikel