Freude am Messen

Freude am Messen

Und haben Sies schon gekauft, das neue Energiekostenmessgerät? Also ich habs schon! Kostenpunkt 39.90. Und wissens, was da noch dabei war? Ein Infrarotthermometer! Auch ein sehr pfiffiges Gerät! Aber dazu später! Zuerst wollen wir uns voll und ganz einem Gerät widmen, das uns Auskunft gibt, ob wir den Strom in unseren Haushalten effizient nützen oder nicht!

Die modernen Strommessgeräte können schon sehr viel, bishin zu Warntönen, wenn das angsteckte Gerät zu viel Strom verbraucht.
Also wenn Sie Zeit und Lust haben, dann können Sie sich selbstverständlich auch damit beschäftigen.

Kontrolle ist besser

Mir ist es mal wichtig herauszubekommen, wieviel meine Geräte im Haushalt verbrauchen und wieviel mir das jeweils kostet. Mithilfe dieser Informationen kann man dann bequem feststellen, ob alles möglichst energieeffizient arbeitet!
Gewisse Geräte kann das Strommessgerät natürlich nicht überprüfen.
Es ist also nicht ratsam, den gesamten Herd samt Backrohr auszubauen, um den jeweiligen Steckern nachzuspüren. Aber Sie werden überrascht sein, wieviele Elektrogeräte Sie überhaupt schon mal im Haushalt haben, und wieviele davon mit Stecker ans Stromnetz angeschlossen sind!
Also am Besten nehmen Sie einen Zettel und wandeln Sie investigativ durchs ganze Haus.

Eins, zwei oder drei

Sie werden 3 Kategorien von Stromverbrauchern finden:

  • 1) Geräte im Stand By Modus… über die hab ich aber eh schon im letzten Blog referiert.
  • 2) Geräte, wo man den Verbrauch messen kann bei ihrem einmaligen Gebrauchsvorgang. (z.B. Ein Durchgang bei der Waschmaschine, beim Geschirrspüler, beim Wäschetrockner etc.)
  • 3) Geräte, wo eine Messung über einen gewissen Zeitraum erfolgen muss (z.B. Kühlschrank, Tiefkühlgerät)

Wie gesagt über Punkt 1 hab ich mich schon ausgelassen. Als kleine Hilfe: Alle neu zugelassenen Geräte mit Stand By Modus dürfen in diesem nicht mehr als 1 W verbrauchen.

Bei Punkt 2) sollte man diverse Vorgangsweisen miteinander vergleichen. z.B. ist es ein Unterschied, ob man eine Wäsche mit 30 Grad wäscht und mit 600 Umdrehungen schleudert oder mit 60 Grad bei 1400 Schleuderumdrehungen. Hier kann man hervorragend experimentieren. Natürlich immer unter der Voraussetzung, das gewünschte Ziel auch zu erreichen. Hat ja keinen Sinn, wenn ich zwar Strom gespart hab, die Wäsch aber dreckig aus der Maschin kommt!

Als kleiner Leitfaden sei Ihnen aber verraten, dass ein Waschmaschinendurchgang bei 30 Grad Programm Buntwäsche ca. 0,3kWh verbrauchen darf, bei 60 Grad ca. 1kWh. Ein Geschirrspüler bei 50 Grad ca. 0,9kWh und bei 70 Grad ca. 1,4kWh.
Und der Wäschetrockner bei mit 1400 Touren vorgeschleuderter Wäsche ca. 1,4kWh die Wäsche trocken kriegen sollte und nicht mehr als 1,7kWh verbrauche dürfte bei mit 1000 Touren vorgeschleuderter Wäsche.

Kalt aber teuer

Bei Kühl- und Gefriergeräten, bzw. Geräten, die unter Punkt 3) fallen, muss man natürlich über einen gewissen Zeitraum messen. Es empfiehlt sich hier eine Wochenmessung. Die kann man dann bequem auf den Jahresverbrauch hochrechnen.
So sollte ein Kühlgerät mit ca. 200 Liter nicht mehr als 2-3 kWh pro Woche verbrauchen, eine Kühl-, Gefrierkombi mit 300 Liter nicht mehr als 4kWh und eine Gefriertruhe mit 300 Liter auch so um die 4 kWh.
Hier kommt es natürlich auch auf die Menge, der Lebensmittel an, die es zu kühlen gilt und natürlich auch auf die Umgebungstemperatur. Im Hochsommer im brüllheißen ausgebauten Dachboden verbraucht ein Kühlgerät, welches auch immer, einfach mehr Saft, als bei minus 20 Grad Außentemperatur in der Gartenhütte. Sofern man dort natürlich seinen Eiskasten aufstellen will. Ist ja dann doch ein bisserl mühsam, wenn man sich schnell mal a Schluckerl Milch aus dem Kühlschrank holen will und man dafür die Hansi Hinterseerboots anziehen muss.

Spare froh

In jedem Falle ist es sehr spannend, aufregend und letztendlich auch möglicherweise energiesparend, wenn man sich bei allen Elektrogeräten ständig Notizen macht, vergleicht und Sparpotenzial evaluiert.
Aber ich will Sie jetzt nicht aufhalten. Ich merk schon, wie Sie gleich durchs Haus wuseln wollen, bewaffnet mit Strommessgerät und Infrarotthermometer.
Ach so, Infrarotthermometer, das hab ich Ihnen ja noch gar nicht erklärt… ach was, das mach ma im nächsten Blog, ok? Ich will jetzt mal schnell schaun, was mich das kost, mein Handy aufzuladen…. sehr spannend… 🙂

Grüße
Euer Herbert Steinböck

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