Na des war gscheit!

Na des war gscheit!

Was gibt’s Gemütlicheres, als einen gscheiten Kachelofen. Dachte ich mir auch, damals, im Jahre 1995. Und ließ mir einen setzen! Und in diesem Blog sollen Sie anhand von historischen Fotos erfahren, wie das damals so war, im letzten Jahrhundert, in der guaten alten Zeit. Wobei „guate alte Zeit“ relativ ist. Ich war jetzt auf der Messe, ich sage Ihnen, Kachelöfen liegen voll im Trend. Ist ja auch wirklich schlau, so ein Teil, damals wie heute! Schön anzuschaun und im höchsten Maße energieeffizient und sooo gemütlich. Da hat sich in den letzten 19 Jahren nix geändert. Also los, zweiter Teil der Dokusoap, „wie entsteht ein Kachelofen“ in Bildern.

Also laut letztem Foto im letzten Blog kann man bei bestem Willen noch nicht erkennen, ob das Unternehmen Kachelofen einen guten oder üblen Ausgang nehmen wird.

Brenna tuats guat

Schau genau: Also a bisserl was steht schon.
Als nächstes wird die Blende an der Vorderseite des offenen Kamins gemauert und gleich verfugt.

(c) Herbert SteinböckGut, der offenen Kaminbereich kann jetzt mal trocknen, jetzt kommt die eigentliche Hafnerarbeit, nämlich die genaue Mauerung des Innenlebens so eines Kachelofens!
Und das ist eine Kunst, eine wissenschaftliche Arbeit. Die Züge müssen sich so weit im Innenbereich des Kachelofens verjüngen, dass der Ofen immer genug Zug hat und nicht vorn beim Heiztürl rausraucht, aber nicht zu viel, dass nicht die ganze Wärme gleich in den Rauchfang zieht.

(c) Herbert SteinböckEs wird, es wird! Beim nächsten Bild kann man sich schon weit mehr vorstellen. Man sieht bereits das Ofentürl, das Loch für den Rauchfanganschluss (incl. heruntergerissenem Tapetenuntergrund, ja, so groß wird der ganze Ofen) und den gesamten Bereich vom offenen Kamin.

(c) Herbert SteinböckUnd mit jedem weiteren Ziegel, jedem weitern Kilo verarbeiteten Zements und mit jedem festgepapptem Kachel schwindet meine Skepsis! Ja, das kann was werden. Meine Idee nimmt Gestalt an.
Sie fragen jetzt welche Idee? Nun ja, ich hab mir so eine klassische griechisch/kykladische Kapelle als Vorbild genommen. Kleines Kuppeltürmchen und daneben rundes (von außen) punkertes Kirchenschiff.
Und so schaut er aus, der neue Kachelofen.

(c) Herbert SteinböckJetzt noch verputzen und die Kirchenkuppel drauf und fertig ist das Prachtstück!
Eine weitere Idee für meinen Kachelofen war, dass ich drauf schlafen, liegen, ruhen kann, praktisch chillen aber mit warmem Popscherl.

Und hier ist das Ergebnis!

(c) Herbert SteinböckJa, genau so hab ich mir das vorgestellt!
Des war einfach gscheit, sehr gscheit sogar.
Und nicht vergessen: Nur trockenes Holz verwenden, Holz vollständig abbrennen lassen (also keine Flammen mehr im Brennraum, nur mehr Glut) und dann Ofentürl zu und nicht mehr auf. Dann staut sich die Hitze in den vielen Zügen und verschlungenen Pfaden innerhalb des Ofens und bringt den Burschen zum Glühen!
Das einzige Problem ist natürlich, dass man auf dem geheizten Kachelofen nix arbeiten kann, unmöglich…. Nach dem Motto: Ich leg mich jetzt mal ein bisserl auf den Kachelofen und les was, lern was, rechen was… also nein, das spielts nicht… warum? Weil man einschläft, ja, einschläft und zwar sofort… und wenn man noch so ein ausgeschlafenes Bürschen ist… hilft alles nix, du pennst sofort ein, herrlich, oder?

Und er funktioniert und funktioniert und funktioniert… damals wie heute…
In diesem Sinne: „Gute Nacht…. zzzzzzzz“

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