ETHOUSE Award – der Preis für energieeffizientes Sanieren

ETHOUSE Award – der Preis für energieeffizientes Sanieren

Die billigste Energie ist jene, die nicht erst erzeugt werden muss. Und mit Fassadendämmung können, je nach Gebäude, bis zu 75 Prozent der Heizenergie eingespart werden. Genau das soll der ETHOUSE Award mit seinen ausgezeichneten Projekten in Erinnerung rufen. Der Architekturpreis würdigt Gebäudesanierungen, die ein kreatives, auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Herangehen an das Thema Energieeffizienz unter Beweis stellen. Und nebenbei, dass Gebäude mit Wärmedämmverbundsystemen nicht zwingend wie ein Ei dem anderen gleichen müssen.

Im Namen ETHOUSE sind die zwei Begriffe ETICS (engl. External Thermal InsulationCompound System für Wärmedämmverbundsysteme) und HOUSE verbunden. Dass daraus auch Ethos gelesen werden kann, ist durchaus Absicht und kein Zufall: Die thermische Gebäudesanierung ist eine unverzichtbare Maßnahme zum Erreichen der Klimaziele. Immerhin ist der Gebäudebestand maßgeblich für den Primärenergieverbrauch mitverantwortlich. Da der jährliche Neubau in Österreich im Verhältnis zum Bestand nur rund ein Prozent ausmacht, muss der Bestand verbessert werden. Und die Zukunftsfähigkeit unseres Bestandes als sinnvolles Ganzes kann nur durch Kreativität und Kompetenz erreicht werden.

Mit Herz und Hirn

Der ETHOUSE Award wird 2014 zum siebten Mal von der Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme (QG WDS) ausgeschrieben. Er ist der einzige Preis, der sich ausschließlich mit der Prämierung von Bestandsbauten im Kontext mit deren thermischer Sanierung befasst. Seit der ersten Verleihung 2008 präsentieren alle Preisträger und Nominierten umfassende Gesamtkonzepte. Diese berücksichtigen auch die baukulturelle, funktionale und soziale Werterhaltung, statt rein thermischer Maßnahmen. Baukulturelle Herausforderungen wurden über verschiedene Ansätze gelöst, das zeigen die Vielfalt und die Kreativität der Planer nominierter Einreichungen. Auch die soziale Komponente wird nicht außer Acht gelassen: Sanierung hat auch eine große soziale Verantwortung und darf im Gesamtkonzept gerade eines mehrgeschossigen Wohnbaus nicht außer Acht gelassen werden. Nachverdichtungen haben Potenziale die es zu nutzen gilt!
Das beweisen z.B. zwei Siegerprojekte aus 2013 Wohnprojekt Kierling des Architekturbüros Reinberg ZT gemeinsam mit PORR als Fassadenbauer und die Wohnhausanlage Kapaunplatz in Wien, eingereicht von der GSD Gesellschaft für Stadt- und Dorferneuerung gemeinsam mit Wiener Wohnen und den Verarbeitern ARGE Leyrer + Graf Baugesellschaft und Praher & MathäMalerbetriebsgesellschaft.

Eine Frage der Verarbeitung

Weil Wärmedämmung und Wärmedämmverbundsysteme nur so gut sind, wie ihre Verarbeitung, wird neben dem Einreicher auch der verarbeitende Betrieb ausgezeichnet. Es ist uns ein großes Anliegen, ein Bewusst zu schaffen, dass Wärmedämmverbundsysteme Hightech-Produkte sind. Nur mit Know-how bei der Verarbeitung und Wartung wird Wärmedämmung das halten können, was sie verspricht: Energie- und Kostenersparnis.

Mit Argusaugen betrachtet und beurteilt

Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Architekt Martin Treberspurg (BOKU Wien)beurteilt die eingereichten Objekte unter einem ganzheitlichen Blickwinkel. Große Beachtung wird dem Zusammenwirken von Komponenten wie Energieeinsparung, Umgang mit dem Bestand und der architektonischen Umsetzung geschenkt. Wesentlich ist eine neuartige Herangehensweise an das Thema Wärmeschutz. Es werden anspruchsvolle architektonische Lösungen gesucht, die aufzeigen, was mit Wärmedämmverbundsystemen alles möglich ist.
An der Seite von Professor Treberspurg stehen 2014 Karin Stieldorf (TU Wien), Lothar Bombös (Präsident EAE – European Association for External thermal insulation composite systems), Christian Pöhn (MA 39 – Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien), Richard Mauerlechner (Herausgeber und Verlagsleiter wohnnet.at), der Architekt Bruno Sandbichler (Geschäftsführer gharakhanzadeh sandbichler architekten zt gmbh) und ich, in meiner Funktion als Geschäftsführer der QG WDS.

Einreichen können alle privaten und öffentlichen Bauträger, ArchitektInnen und PlanerInnen, städtische oder einfache Verwaltungsinstitutionen (auch Gemeinden) sowie Wohnbaugesellschaften mit Sitz in Österreich. Wir sind schon auf die Einreichungen gespannt – die Ausschreibung läuft bereits und bis 7. Oktober 2014.

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf unserer Webseite.

ETHOUSE-Sieger 2011 bis 2013 in den Kategorien Wohnbau, öffentliche Bauten und gewerbliche Bauten:

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1 Kommentar

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