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Geldregen für steirische PV-Anlagenbetreiber

Geldregen für steirische PV-Anlagenbetreiber

In Salzburg hat es begonnen; Landesrat DI Dr. Josef Schwaiger hatte die erste landesweite Solarstromspeicher-Förderung initiiert. Kurz darauf startete eine gedeckelte Speicherförderung in der Steiermark. In Oberösterreich folgten einander im Herbst zwei Förderaktionen von Landesrat Rudolf Anschober direkt hintereinander; beide waren in wenigen Tagen ausgeschöpft. In der Steiermark startete nun eine zweite, groß angelegte Förderung.

Vom 19. August bis zum 6. Oktober dauerte die erste Stromspeicher-Förderung des Landes Steiermark als Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie Steiermark 2025. Wer bei der ersten Förderung nicht zum Zug gekommen ist (bis jetzt sind erst Vorab-informationen an die Förderwerber ergangen, endgültige Bescheide soll es bis zum 31.12.2014 geben), hat seit dem 1.12.2014 die Möglichkeit, wiederum eine Förderwerbung für einen neu zu errichtenden Photovoltaik-Speicher einzureichen.

Wer wird gefördert?

Mittels nicht rückzahlbarem Zuschuss gefördert werden:

  • Privatpersonen, Vereine Wohnungseigentümer und tw öffentliche Einrichtungen, wie Schulen oder Kindergärten, die
  • elektrische Energiespeichersysteme (Solarstromspeicher) zur Erhöhung des Eigenverbrauches bei Photovoltaikanlagen, mit einer Leistung von
  • maximal 1 kWh pro 1 kWp PV-Anlagenleistung, insgesamt jedoch maximal 5 kWh bei Ein- und Zweifamilienhäusern bzw. maximal 10 kWh bei größeren Gebäuden, installieren möchten.

Diese PV-Speicher müssen für eine Förderzusage neu errichtet werden, allen Normen und zivilrechtlichen Erfordernissen entsprechen und von befugten Elektrounternehmen eingebaut werden. Neben einigen technischen Voraussetzungen, wie der seriellen Schaltung der Speicherzellen, die von einem Managementsystem gesteuert und überwacht werden müssen, sind die Solarstromspeicher mit einer Wirkleistungsbegrenzung auszustatten. (Mehr über „Wirkleistungsbegrenzungen“ bzw. „Peak Shaving“ finden Sie hier.

Wie viel Geld kann man sich holen?

Pro kWh Bruttospeicherkapazität werden bei Bleiakkumulatoren 200,- EUR gefördert, bei sonstigen Systemen (Lithium-Ionen Speicher) werden pro kWh Bruttokapazität 500,- EUR gefördert. Zusätzlich gibt es einen Bonus von 300,- EUR je Anlage für ein Lastmanagementsystem.
Überraschenderweise wird hier die alte Bleitechnologie mit gefördert; wenn der Betreiber einer PV Anlage das Maximum mit 5 kWh Speicher zur Förderung einreicht, so erhält er einen Zuschuss von 1.000,- EUR für insgesamt 5 kWh Bruttokapazität. Bei einem Bleispeicher rechnet man mit einer Entladetiefe (Depth of Discharge, DoD) von ca. 50%, daher stehen der Anlage 2,5 kWh Nutzkapazität zur Verfügung.
Wenn man hingegen einen Lithium-Ionen Speicher zur Förderung einreicht, so werden bei einer maximalen Größe von 5kWh bis zu 2.500,- EUR gefördert. Bei Lithium-Speichern rechnet man konservativ von einer Entladetiefe (DoD) von mindestens 80%. In diesem Fall stünden netto rund 4 kWh Stromspeicher zur Verfügung, bei einer weitaus längeren Haltbarkeit, einer höheren Zyklenfestigkeit und der zweieinhalbfachen Förderhöhe.

Bis wann kann man die Förderung einreichen?

Die 2. Steiermärkische Stromspeicherförderung kann man bis zum 31.12. 2015 (also bis in ca. einem Jahr) einreichen. Mehr Informationen und die kompletten Richtlinien finden Sie unter diesmartebatterie.de.

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