Intelligent Homes: Aufs Maximum reduziert

Intelligent Homes: Aufs Maximum reduziert

Leicht, einfach transportierbar, energieeffizient. Diese Eigenschaften stehen auch heute noch ganz oben auf der Liste jedes „Erfinders“ von – ich nenne diese Häuser nun einfach allgemein – Intelligent Homes. Der Anforderungsliste beigefügt sei nun noch ein gewisser Anspruch an Design und – meiner Meinung nach ganz wichtig – eine vertretbare Preispolitik. Nachfolgend stelle ich Ihnen meine Lieblinge der „Intelligent Homes“ vor. Heute: Cargotecture Studio 320.

Meine Lieblinge der „Intelligent Homes“ sind ganz unterschiedlich in Größe und Formensprache, haben aber alle eines gemeinsam: Reduce to the max.

Into the wild

Ich habe in meinem ersten Beitrag das Dymaxion House 1927 von Buckminster Fuller angesprochen. Seines Zeichens Visionär, Designer, Philosoph, Schriftsteller, Konstrukteur und Architekt. Was war das Revolutionäre an diesem neuen Wohn-Prototyp? Es war extrem leicht mit reduzierter Wohnfläche (2.227kg inklusive Mobiliar). Es ließ sich einfach demontieren, verpacken und mitnehmen und war kreisförmig angelegt, in der Absicht, möglichst energieeffizient auszukommen. Ob die Kreisform dazu wirklich beitragen kann, vermag ich hier nicht zu bestätigen.

Hier nun ein weiterer meiner Lieblinge der „Intelligent Homes“:

Cargotecture Studio 320 – kurz der C320:
Ein Wochenendstudio aus Frachtcontainern, entworfen 2003 von HyBrid Architecture.
Man könnte nun meinen, was 2003 entwickelt? – das ist doch ein alter Hut!
Ganz und gar nicht: So verwunderlich es auch ist, gerade im Bereich der Intelligent Homes (angewendet laut meiner Begriffsbestimmung) schreitet die Entwicklung extrem langsam voran, bzw es dauert sehr lange, bis es Ideen vom Papier in die Umsetzung schaffen.

Knapp 30m² groß ist das gesamte C320 Studio. Ein pavillonartiger Wohnraum bildet das Herz dieses Studios und nimmt 75% der Fläche ein. Lediglich ein kleines Bad und der Schlafbereich sind als abgetrennte kleine Einheiten ausgebildet. Der Innenausbau wird dominiert von Schichtholzplatten mit denen die Wände verkleidet sind und aus denen die Einbaumöbel hergestellt sind. Wichtig für alle kleine Häuser ist sicherlich immer der großzügige Bezug zur Außenwelt, das heißt, Verglasungen so groß wie irgendwie möglich (und leistbar).

Stabile Wände aus Trapezblech
Der Container mit seinen Wänden aus Trapezblech setzt eine gute Isolierung und sorgfältige bauphysikalische Ausführung und Kalkulation aller Materialien der umschließenden Außenflächen voraus. Das ist die größte Investition, die der Ausbau zum Wohnraum erfordert.
Seine Stabilität, Tragfähigkeit und Transportierbarkeit sind wiederum Vorteile die den Container überhaupt erst interessant für Architekten und Entwickler gemacht hat.

In meinem nächsten Beitrag erfahren Sie, welche Vorteile das Gründach bringt. Und was so ein C320 im Kontext von „leistbarer, sozial engagierter Architektur“ eigentlich kostet.

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