Wer Vielfalt sät, wird Bienen ernten!

Wer Vielfalt sät, wird Bienen ernten!

Bienen sind für die Bestäubung unserer Pflanzen unersetzlich. Doch sie sind durch unsere Landwirtschaft und die Art, wie wir unsere Gärten gestalten, bedroht. Sie brauchen Hilfe. Im Fall der Bienen gilt einmal mehr: jede(r) Einzelne kann etwas tun. Mit wenig Aufwand können auch Sie etwas bewirken.

Menschen erzeugen oft für Bienen unbrauchbare Landschaften: Ein Rasen bietet z.B. gar keine Nahrung. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ist es, zumindest Klee auf der eigenen Wiese wachsen zu lassen. Der normale Wiesenklee ist zwar nicht für alle Bienen nutzbar, weil seine Blüte sehr speziell gebaut ist, aber er blüht immerhin von April bis Oktober.

Nahrung für das ganze Jahr

Viel besser sind naturnahe sogenannte Blühflächen, egal ob Streifen, Quadrate oder Ecken.
Jede Fläche zählt. Mehrere verteilte Flächen sind sogar besser als eine einzige, in Summe gleich große. Denn auch die Entfernung, die Bienen zurücklegen müssen, um Futter zu finden, ist entscheidend.

Was bei einer Blühfläche zu beachten ist

Das Wichtigste: Ein Blühstreifen sollte möglichst bunt angelegt sein, also möglichst viele Arten beherbergen.
Vermeiden Sie unbedingt sogenannte invasive Arten (nähere Informationen unter umweltbundesamt.at/aliens). Das gilt auch für neue und exotische Pflanzen, die Sie vielleicht im Fachhandel entdecken.

Setzen Sie auch mehrjährige Pflanzen, wie zum Beispiel manche Kräuter, die Sie dann blühen lassen. Oder auch blühende Sträucher und Bäume.

Mischen Sie früh-, mittel- und spätblühende Pflanzen. Pflanzen mit gefüllten Blüten bieten meist keine Nahrung für Bienen, wählen Sie daher Pflanzen mit ungefüllten Blüten.
Geben Sie der Fläche die Chance, sich zu entwickeln. Mähen Sie, aber nicht zu viel. Drei bis vier Mal im Jahr reicht völlig. Zu viel Mähen lässt eintönige Rasen entstehen. Bei zu wenigen Mähgängen setzen sich langfristig Pflanzen durch, die für Bienen nicht ideal sind. Mähen Sie dabei nicht die ganze Fläche oder alle Flächen auf einmal.

Dass Bienen auch stechen können, können wir leider nicht ändern

Jedoch sollte das folgende Statement jedem vor Augen führen, warum das Bienensterben ein Problem für uns alle darstellt: „Ein Drittel unserer Lebensmittel – Gemüse, Früchte, Nüsse, Gewürze und Pflanzenöle – ist auf Bestäubungsinsekten angewiesen. Dazu gehören neben der Biene unter anderen auch die Hummeln, Wespen, Schmetterlinge und Fliegen. Bienen bestäuben 71 von den 100 Nahrungspflanzen, die für 90 Prozent der globalen Nahrungsmittelproduktion stehen. In Europa können mehr als 4.000 Gemüsesorten nur durch den entscheidenden Beitrag von Bienen angebaut werden. Aber in den letzten Jahren sterben mehr und mehr von ihnen, und ganze Völker kollabieren.“

Weitere Bienen-freundliche Pflanzen-Tipps erfahren Sie in meinem nächsten Beitrag.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *