Stromspeicherförderung 2016 in Salzburg: 2. Runde!

Stromspeicherförderung 2016 in Salzburg: 2. Runde!

Am 5. April 2016 geht die zweite Stromspeicherförderung in Salzburg los. Die aktuelle Förderaktion läuft bis einschließlich 30.11.2016 oder bis das gesamte Förderkontingent aufgebraucht ist. 200.000.- Euro sind im Pott. Pro kWh Speicherkapazität kann ein Zuschuss von € 600.- gewährt werden, aber nur maximal 30% der Investitionskosten. Doppelförderungen sind nicht zulässig.

Gefördert werden Eigentümer oder Mieter von Gebäuden im Bundesland Salzburg, die überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden. Wichtig dabei ist, dass der Umsetzungszeitraum relativ straff gefasst ist: 6 Monate von Förderzusage bis zum Bau, außer bei Neubauten; dann läuft die Frist nach 12 Monaten ab.

Die wichtigsten Details:

  • Die Speicheranlage muss auf ein Internetportal „aufgeschaltet“ werden, damit die Messdaten des Speichersystems zugänglich sind.
  • Vor der erfolgreichen Speicherinstallation muss des Weiteren eine Energieberatung, die kostenlos und produktunabhängig ist, durchgeführt werden.
  • Der Betreiber/die Betreiberin des PV Speicher verpflichtet sich, die Messdaten des Gesamtsystems für mindestens 3 Jahre zur Verfügung zu stellen.

Auch die technischen Richtlinien gilt es zu beachten – nicht jeder Speicher wird gefördert

Es werden ausschließlich Lithium-Titanat und Lithium-Eisenphosphat Zellen in den Speichersystemen gefördert. Der Lithium-Titanat Akku ist eine Untergruppe der Lithium-Ionen Akkus, bei der die Anode nicht graphitummantelt ist, sondern durch Lithiumtitan ersetzt wird. Diese aufwändige und etwas teurere Oberflächenverbesserung erhöht einerseits die Zyklenzahl trotz hoher Ladeströme (manche Hersteller wie LeClanché geben bis zu 15.000 Zyklen an) und verhindert andererseits thermisches Durchgehen der Akkus bei Kurzschlüssen etc.

Auch der Lithium-Eisenphosphat Akku ist vor dem thermischen Durchgehen sicher und profitiert von der etwas höheren Spannung (3,2V – 3,3V), als eine Titanatzelle. Beide Technologien sind in ihrer Effizienz, Haltbarkeit und Sicherheit herkömmlichen Bleispeichern weit voraus, weshalb Bleizellen auch nicht gefördert werden. Die Steiermark ist das einzige Bundesland, in dem derzeit noch Bleispeicher in die Förderung fallen.

Der Speicher soll optimal auf die PV Anlage abgestimmt sein

Damit die geförderte Solarbatterie den Eigenverbrauch des Haushaltes maximiert, muss diese perfekt auf die PV Anlage abgestimmt sein. Verfügt die PV Anlage über einen dreiphasigen PV Wechselrichter, was spätestens ab einer Leistung von 3kW Standard ist, dann muss auch das Speichersystem dreiphasig sein. Bei kleineren, einphasigen Systemen, stellt sich die Frage, ob ein Speicher bei der Eigenverbrauchsmaximierung Sinn macht, es muss jedenfalls auch ein einphasiger Speicher beantragt werden.

Zusätzlich soll ein Lastmanagement oder auch Home-Energy-Management im Konzept eingebunden sein: Dieses Management soll Verbraucher ansteuern, wenn gerade überschüssiger Sonnenstrom vorhanden ist und diese zeitunabhängig schalten. Das spart Speicherreserve, die wiederum genutzt werden kann, um die maximale Einspeiseleistung von 60% nicht zu überschreiten.

Wichtig ist, dass ausschließlich netzparallele Systeme, die am öffentlichen Stromnetz hängen, gefördert werden. Inselsysteme und jene Systeme die theoretisch „inselfähig“ sind, also auch ohne Rücksicht auf den Netzsinus starten können, werden nicht gefördert.

Gefördert wird nach dem Windhundprinzip

Also, ab dem 5. April 2016 ist es so weit; wenn Sie in Salzburg wohnen und sich die Anschaffung einer PV Anlage mit Speicher überlegen, schlagen Sie zu – solche Fördersätze gibt es in kaum einem Bundesland. Selbst in Deutschland werden nur mehr maximal 25% der Investitionskosten gefördert.

Nützliches
>> zur Förderrichtlinie
>> weitere Förderungen in Österreich und in Deutschland

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