Kohleförderung ohne Ende – Energiewende, bitte warten

Kohleförderung ohne Ende – Energiewende, bitte warten

60 Milliarden Dollar Subventionskosten in den G7-Staaten in nur sieben Jahren. Das ist die traurige Bilanz eines aktuellen Reports.

Nach einem aktuellen Report von sechs Umweltorganisationen, darunter auch WWF und NRDC (Natural Resources Defense Council) haben allein die G7-Staaten von 2007 bis 2015 mindestens 42 Milliarden Dollar an Kohlesubventionen ausgegeben. Allein 9 Milliarden Dollar flossen dabei in die Kohleindustrie in Deutschland. 72% aller Kohlesubventionen wurden dabei direkt in Kohlekraftwerke selbst gesteckt.

Die Gesundheits- und Klimakosten der Export-Kredite für Kohlekraftwerke allein erhöhen die Subventionskosten um bis zu 20 Milliarden Dollar zusätzlich.

Die Subventionshöhe, so der Report, ist stark unterschätzt, da nur jene Subventionen aufsummiert wurden, von denen die Autoren mit Sicherheit wussten. Es ist enttäuschend, dass die dreckigste aller Stromerzeugungsarten noch immer so hoch subventioniert wird. Kann so die Energiewende gelingen? Wohl nur schwer.

Ökostromgesetz jetzt novellieren

Die Veröffentlichung dieser überbordenden Kohlesubventionen zeigen wieder einmal deutlich, wie übersubventioniert die konventionelle Stromerzeugung ist. Die Förderung für erneuerbare Energien bieten die Möglichkeit am stark durch Subventionen für Kohle- und Atomstrom verzerrten Strommarkt überhaupt mitspielen zu können. Solange dieser Missstand nicht beseitigt ist, braucht es eine adäquate Ökostromförderung. Derzeit ist das Ökostromgesetz in Österreich im Reformstau gefangen. Mit einigen Änderungen kann es Ökostromgesetz wieder repariert werden, damit in Österreich die Energiewende funktionieren kann.

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