Photovoltaik für die Steckdose!

Photovoltaik für die Steckdose!

Stromerzeugung ganz easy. Ein Erfahrungsbericht. Kleine Photovoltaik-Anlagen kann sich jetzt jeder installieren, sogar am Mini-Balkon der kleinen Stadtwohnung!

Die neuen Plug & Play Systeme versprechen unkomplizierte Stromversorgung mit Sonnenstrom, indem man sie einfach in die Steckdose steckt. Das mussten wir uns von Wohnwagon genauer ansehen!

Vor kurzem gab es eine Gesetzesänderung für Kleinst-Photovoltaikanlagen, die eine interessante „Guerilla-Taktik“ ermöglicht: Man steckt sein Mini-PV Kraftwerk für einige hundert Euro in die Steckdose und erzeugt einfach selbst Strom für seine Geräte! Das spart nicht nur CO2 sondern auch Stromkosten.

Plug & Play: In die Steckdose stecken und das Spiel beginnt!

Der benötigte Wechselrichter, um den Gleichstrom der Photovoltaik-Module auf 230 V Wechselstrom umzuwandeln ist bei den Plug & Play Sets bereits inkludiert. Installationsaufwand also fast Null. Einen Platz für das Modul muss man suchen, aber den findet man locker am Balkon oder an der Fassade, auch in vielen Stadtwohnungen! Wir haben unser Plug & Play Modul einfach an einem sonnigen Platz im Garten untergebracht.

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Wie funktioniert’s?

Es ist ein einfaches Prinzip: Das Panel produziert Strom und speist es über die Steckdose in dein „Hausnetzwerk“ ein. Strom sucht sich immer den kürzesten Weg, wenn Du also ein kleines Kraftwerk auf der Terrasse hast, holt sich dein Toaster den Strom lieber direkt von dort, als ihn aus dem Netz der Stadt zu beziehen. Der Toaster läuft, dein Stromzähler steht.

Die Sonnenernte messen

Zu empfehlen ist noch ein kleiner Stromzähler, den Du noch dazwischen stecken kannst um die geerntete Strommenge zu messen. So bekommst Du ein Gefühl, wie viel Energie Dein Kraftwerk erzeugt, und wie sich Wolken oder Beschattung auf die Stromproduktion auswirken.

Das war für uns eine spannende Erkenntnis! Eine Beschattung mit der Handfläche setzt kurzzeitig alle Zellen außer Kraft, die mit der beschatteten Zelle verbunden sind. Das ist meist eine ganze Reihe. Die Stromproduktion geht kurzzeitig stark zurück, ist aber sofort wieder da, wenn man die Hand vom Modul nimmt. Also für alle, die ihre Stromernte optimieren wollen: Sucht ein möglichst schattenfreies Plätzchen!

In meinem nächsten Beitrag blogge ich, warum das Modul fast zu einem kleinen Haustier für uns geworden ist -und wie es an trüben tagen funktioniert.

4 Comments

  1. Wolfgang sagt:

    Hi, wie sieht es hier eigentlich mit der technischen Seite und der Zulässigkeit aus? Hier gibt es Aussagen dazu, dass diese auch verboten wären. Siehe auch http://www.energie-tipp.de/neue-energie/sonne/4161201 und http://www.photovoltaik-web.de/photovoltaik/module/plug-and-save-modul.html

    schöne Grüße

    • Matthias sagt:

      Hallo Wolfgang,

      habe mich auch schon länger mit solchen Anlagen beschäftigt. Dazu fand ich im Internet ein interessantes Dokument der EVN hinsichtlich solcher Plug and Play- Anlagen. Das Dokument stammt zwar aus dem Jahr 2015 und wie im Blog bereits erwähnt gab es scheinbar eine Gesetzesänderung. Jedoch muss ich als Mechatroniker dazu sagen, dass eine Gesetzesänderung nichts an den Technischen Problemen und Gefahren ändert.
      Solche Mini-Anlagen sind zwar prinzipiell eine Gute Idee, aber nur wenn man einiges hinsichtlich der Elektroinstallation im Haus beachtet (z.B. Eigener FI-Schalter und Sicherung für den PV-Stromkreis, usw…)
      Alles andere ist kompletter Murx und lebensgefährlich……..

      Hier der Link zum besagten Dokument von 2015:
      https://www.netz-noe.at/getattachment/ee535dbf-8158-4d88-ac66-c48fc5a5db6b/2015_09_09_Stellungnahme-OE.aspx

      Mit freundlichen Grüßen
      Matthias

  2. Wolfgang sagt:

    Hallo Matthias,

    vielen Dank für den Link – klingt ja recht eindeutig was da drin steht.

    schöne Grüße
    Wolfgang

  3. Steckdosen sagt:

    Hallo @Matthias,
    Vielen Dank für den Link!
    Und ich bin ganz deiner Meinung der Rest ist einfach zu Gefährlich !

    Schöne Grüße
    Steckdosen

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