Green Events: „Grün“ feiern bedeutet „gscheit“ feiern“

Green Events: „Grün“ feiern bedeutet „gscheit“ feiern“

Was muss man bei der Veranstaltung eines „green events“ beachten – und warum sollte man überhaupt „grün“ feiern? Das erkläre ich in meinem ersten Blogbeitrag.

Sport- und Kulturveranstaltungen, regionale Feste, Kongresse oder Meetings haben große wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung für Österreich – sie sind Teil unserer Lebensqualität, erzeugen aber auch einen erheblichen „ökologischen Fußabdruck“.

Wer „grün“, also umweltfreundlich und mit sozialer Verantwortung feiern will, kann auf unsere Unterstützung zählen. „Green Events Austria“ – 2006 aus dem Anspruch entstanden, die damalige österreichische EU-Präsidentschaft auch nach ökologischen Kriterien erfolgreich zu gestalten – ist heute ein österreichweites Netzwerk mit regionalen Plattformen in den Bundesländern und Partner-Organisationen aus allen wesentlichen Bereichen der Event- und Veranstaltungsbranche.
Dieser europaweit einzigartige Kooperationsmechanismus bewährt sich als Clearing House, Beratungs- und Unterstützungsformat im Kleinen (bei zahllosen Dorffesten, lokalen Kulturevents und Sportveranstaltungen) ebenso wie bei „Mega-Events“ (EURO 2008, Schi-WM Schladming 2012, Eurovision Song Contest 2015).

Mit dem österreichischen Umweltzeichen für Green Meetings und Green Events haben wir einen europäischen „Benchmark“, der von der Branche immer stärker genutzt wird: seit 2010 wurden über 800 Meetings und Events geprüft und zertifiziert.

Auch, weil es besser schmeckt

Wir stellen jedenfalls fest, dass Lebensqualität für viele Menschen sehr stark auch mit Umweltqualität assoziiert ist, und dies zunehmend zu Änderungen im Konsumverhalten führt.
Und dass „Bio, regional, saisonal“ aus den Genußregionen im „Feinkostladen Europas“ nicht nur nachhaltig ist, sondern vielen auch einfach besser mundet als „Made in Weissnichtwo“ ist, scheint bestätigt sich zunehmend bei Dorf- und Stadtfesten ebenso wie bei Business Meetings, kulturellen oder betrieblichen Veranstaltungen.
Kulinarisch gilt „Regional-saisonal-fair“ als Grundregel. Engagierte Caterer und Partyservices finden passende Produkte auf hier gelistet. Bei Getränken („aus der Region für die Region“) geht’s primär um die Verpackung: Die Mehrwegflasche ist der Einwegflasche ökologisch weit überlegen, auf Wegwerfbecher und Dosen sollte man jedenfalls verzichten. Und: Stilles Wasser in Einweggebinden ist im Land mit der besten Trinkwasserqualität Europa´s ebenso ein „No Go“.

Worauf es generell ankommt

Green Events setzen auf Energieeffizienz und klimaschonende Anreise, forcieren das Angebot regionaler, biologischer Lebensmittel und Getränke und unterstützen damit die regionale Wirtschaft. Durch Mehrwegsysteme bei Getränkegebinden und Geschirr werden Abfälle vermieden. Wichtig ist auch die Kommunikation: Informieren Sie Ihre Besucher sowie Mitarbeiter, Publikum und Öffentlichkeit über Ihr Engagement für eine nachhaltige Veranstaltung und die dazu gesetzten Maßnahmen.

Sind „green events“ teurer oder günstiger?

„Grün“ feiern bedeutet „Gscheit“ feiern – im Einklang mit der Umwelt, der lokalen Wirtschaft und mit sozialer Verantwortung. Auf Veranstaltungen bezogen, kann das im Einzelfall mit etwas höheren Aufwand verbunden sein, als die jeweils billigsten Angebote zu nutzen – und die damit verbundenen ökologischen oder sozialen Kosten „auszublenden“. Die Nachfrage bestimmt Vielfalt und Preise: je mehr Veranstalter „Gscheit Feiern“, desto günstiger werden die damit verbundenen Produkte und Dienstleistungen.

Neue Maßnahmen

Wir richten aktuell gemeinsam mit den Ländern die „GEA Infothek“ ein – eine Internet-Metadatenbank als Wissensmanagement-Tool. Damit schaffen wir ein „One Stop Shop“, das alle Anbieter/Lieferanten für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen im Veranstaltungs- und Kongressbereich ebenso listet wie unterstützende Instrumente, einschlägige Beratungsangebote und Infrastrukturförderungen des öffentl. Sektors, und eine Vielfalt an Checklisten, Instrumenten und Hintergrundinformationen zum Thema Green Events für alle abrufbar macht.

>> weitere Infos zur Gestaltung eines Green Events

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