Österreichs Abhängigkeit von Importstrom auf Rekordhoch
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Österreichs Abhängigkeit von Importstrom auf Rekordhoch

Erschreckende Umweltbilanz: 3,5 Millionen Tonnen CO2 durch Importstrom verursacht! Mit 16,5 Prozent war der Nettostromimport noch nie so hoch wie im letzten Jahr. Importstrom ist nicht nur aus umweltpolitischen Gründen fahrlässig, sondern schadet auch der heimischen Wirtschaft.

Lange Zeit galt Österreich als klassischer Stromexporteur, seit nunmehr 15 Jahren hat sich dieser Vorteil massiv verändert: der mangelnde Umbau zu erneuerbaren Energien und der steigende Verbrauch machen Österreich zum Stromimporteur. Insgesamt belief sich der Importstrom mit 10 Milliarden Kilowattstunden auf 16,5 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs.

Zu viel Stromimporte

Auch im ersten Halbjahr 2016 sind die Stromimporte laut vorläufigen Zahlen der E-Control weiterhin anhaltend hoch. Der Strom stammt vor allem aus Deutschland und Tschechien. Deutschland verfügt über weit mehr Kraftwerkskapazität als im eigenen Land benötigt wird und exportiert auch in Phasen hoher Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien viel fossilen und nuklearen Strom nach Österreich. Da die Stromerzeugung unserer Nachbarstaaten zu einem Großteil aus Kohle- und Atomkraftwerken erfolgt, ist die österreichische Umweltbilanz durch die Zunahme der Stromimporte deutlich verschlechtert worden.

Schaden für die Wirtschaft

So wie die Handelsbilanz soll auch die Strombilanz ausgeglichen sein, denn Stromimporte verlagern Wertschöpfung und Arbeitsplätze ins Ausland. Heimische Erzeugung schafft Wirtschaftsimpulse und Arbeitsplätze im Inland. Die Errichtung einer modernen Windkraftanlage mit 3 MW Leistung in Österreich bringt heimischen Firmen ein Auftragsvolumen von 1,4 Millionen Euro. Während der 20-jährigen Lebensdauer kommen ca. 3,3 Millionen Euro für Wartung und Betrieb dazu. Rund 170 Firmen sind im österreichischen Windenergiesektor tätig, der rund 5.500 Beschäftigten einen Arbeitsplatz bietet.

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Umweltbundesamt: Szenario „Erneuerbare Energie“

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