Pflanzensetzen im Herbst? Ja, bitte!

Pflanzensetzen im Herbst? Ja, bitte!

„Intelligente faule“ Gärtner nutzen den Herbst als Pflanzzeit. Die frisch gesetzten Gehölze müssen nach einem ersten kräftigen Angießen nämlich nicht gewässert werden. Es gibt noch weitere gute Gründe für das Pflanzensetzen im Herbst.

Niedrige Temperatur, immer wieder Regen, und finster wird es auch bald: Viele Herbsttagen laden nicht wirklich zum Garteln ein. Aber der Herbst ist für einige Bäume und Sträucher die ideale Zeit, um im Garten Wurzeln zu schlagen. Daher machen wir ein Revival für einen beliebten Spruch-Klassiker der Gärtner: „Der Herbst ist der Frühling des Winters“. In diesem Sinne setzen wir nun Gehölze. Positiver Nebeneffekt: Am Ende der Saison ist alles billiger, viele setzen im Frühjahr und daher gibt’s jetzt fast überall den Abverkauf.

Gießen kann man sich sparen

Einmal noch, weil es für „intelligente Faule“ so schön ist: Im Herbst müssen die frisch gesetzten Pflanzen nach einem ersten kräftigen Angießen nicht mehr gewässert werden. Bis zum Frost bilden die Bäume noch Wurzeln und starten im kommenden Jahr gleich mit kräftigem Wachstum.

Wurzelnackt einsetzen

Bäume, Sträucher und Rosen, die im Herbst gepflanzt werden, können als sogenannte „wurzelnackte“ Pflanzen gesetzt werden. Auch das bringt einen Preisvorteil: Die Pflanzen sind deutlich billiger als ihre Kollegen im Topf oder mit Ballen. Außerdem lassen sich „wurzelnackte“ Pflanzen wesentlich leichter transportieren. Bitte nicht vergessen beim Pflanzen: Das Anschneiden der Wurzelspitzen. Zerfranste oder verletzte Wurzeln wachsen nämlich nicht so leicht an.

Herbstpflanze mit Weihnachts-Duft

Ein geeigneter und schönes Gehölz ist zum Beispiel den Lebkuchenbaum: Sein silbrig-grünes Laub ist im Sommer ein Augenschmaus. Im Herbst färbt es sich intensiv gelb, dann duftet es für zwei bis drei Wochen nach dem Laubfall nach Lebkuchen. Und damit kommt beim herbstlichen Garteln schon ein bißchen Weihnachts-Feeling auf.

Eine Faustregel

Kernobst – zum Beispiel Apfel und Birne – wachsen am besten im Herbst an. Steinobst – hier vor allem Marille, Pfirsich und Nektarine – sind besser dran, wenn sie im zeitigen Frühjahr gesetzt werden. Ribisel, Stachelbeere, Himbeere und Brombeere wachsen auch deutlich gesünder, wenn sie jetzt im Herbst in die Erde kommen.

Genereller Tipp: Bei allen Obstgehölzen werden Sie mit lokal erprobten Obst- und Beerengehölzen mehr Freude haben, sie sind nicht so krankheitsanfällig und liefern auch bei nicht so idealem Wetter eine gute Ernte.

In diesem Sinne: Schönen Herbst und bis bald!

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