v.l.n.r.: Geschäftsführer Wien Energie Michael Strebl, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke Ulli Sima, Geschäftsführer SK Rapid Christoph Peschek und Wiener Stadtwerke Vorstandsdirektor Robert Grüneis bei der Präsentation der Wien Energie-E-Tankstelle mit Solarflower im Allianz Stadion
Energie tanken im Rapid-Stadion

Energie tanken im Rapid-Stadion

Mit einem Energieanfall in der Schlussphase rettete Rapid Wien in Sassuolo ein Unentschieden. In der Meisterschaft lief es nicht ganz so rund, jetzt soll ein neues Trainerteam Schwung bringen. Das neue Stadion ist jedenfalls top – auch in Energiebelangen.

Als Rapid-Fan und energieblogger hatte ich diesen Beitrag schon länger auf der To Do-Liste. Jetzt ist es soweit: Ich mache einen „Backstage“-Besuch im Allianz Stadion, von Hardcore-Fans auch Weststadion genannt. Dabei geht es nicht um die Titelmission „33“, sondern um Energieaspekte. „Gerade bei einem Neubau spielen erneuerbare Energiequellen natürlich eine große Rolle. Durch den Einsatz von erneuerbarer Energie werden ja nicht nur Ressourcen geschont, sondern auch ökonomische Aspekte einkalkuliert. Energie sparen ist bares Geld“, sagt Harry Gartler. Der ehemalige Rapid-Spieler und Stadionbau-Projektleiter ist sichtlich stolz auf die moderne Arena. Und er ist sich der Rolle, die ein populärer Verein wie Rapid spielt, bewusst: „Der SK Rapid sieht sich immer in einer Vorreiterrolle in Österreich. Dies gilt auch für den Einsatz von erneuerbaren Energien.“ Im Allianz Stadion werden deshalb unterschiedliche ökologische Aspekte berücksichtigt und, zusammen mit dem langjährigen Hauptpartner Wien Energie, auch umgesetzt.

Das E-Auto mit Rapid-Sonnenstrom gratis tanken

So steht auf dem Dach der Garagenzufahrt eine spezielle Photovoltaik-Anlage als sichtbares „smartes Symbol“ für die Energiewende: Die Smartflower (Energieblog hat berichtet) produziert Strom aus Sonnenstrahlen – und diese saubere Energie können sich Rapid-Fans, die in der Tiefgarage mit dem E-Auto parken, gratis in den Tank füllen. Eine Anmeldung ist dazu nicht notwendig. „Generell rufen wir aber dazu auf, das Stadion mittels öffentlichem Verkehr zu besuchen“, betont Gartler. Der VKÖ kürte übrigens das neue Allianz Stadion zum besten öffentlich erreichbaren Stadion Österreichs. „Auch ein Großteil der Spieler – allen voran Kapitän Steffen Hofmann – fährt öffentlich zum Stadion.“

„Steht auf, wenn ihr Grüne seid!“

Ebenfalls Teil der neuen Arena ist ein Zisternen-Regenspeichersystem: Unter dem Spielfeld des Allianz Stadions befindet sich eine Zisterne, die über das Stadion-Dach befüllt wird. „Die Wasserkosten können somit enorm vermindert werden, da wir so das Spritzen unserer Plätze vornehmen können.“ „Steht auf, wenn ihr Grüne seid“, singen die Rapid-Fans gerne. Wie ökologisch sind Fußballfans? „Fußballfans sind ein Spiegelbild der Gesellschaft. Als Verein versuchen wir natürlich Einfluss zu nehmen, einzuwirken bzw. Awareness zu schaffen“, so Gartler.

Energie tanken

Aus grünweißer Sicht bleibt jetzt vor allem zu hoffen, dass Fans nicht nur Energie fürs E-Auto aus dem Stadion mitnehmen können, sondern auch ganz viel positive Energie. Die gibt es im Stadion nämlich auch in hoher Dosis. Und zwar bei den Heimspielen. Vor allem nach erfolgreichen sieht man viele glückliche Gesichter in der U-Bahn. Das nächste Heimspiel findet übrigens gegen den SK Sturm Graz statt.

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