Winterurlaub: Wie Energiesparen De Luxe funktioniert

Winterurlaub: Wie Energiesparen De Luxe funktioniert

Energieautark zubereitetes Essen und angenehme Temperaturen aus dem Blockheizkraftwerk genießen, Schwimmen mit Wärmerückgewinnung: Hoteliers berichten über ihre Energiespar-Maßnahmen.

Die Liebe zur Natur kann auch durch den Magen gehen: Im Landgenusshotel Forelle am Weissensee (www.forellemueller.at) wird tagsüber mit selbst produziertem Sonnenstrom, abends mit Holz aus dem eigenen Wald gekocht. „Daraus entstehen ganz geringe Energiekosten und unser Brennholz wird ideal verwertet“, erklärt der kreative zwei Hauben-Koch Hannes Müller. „Unsere PV-Anlage ist so ausgerichtet, dass wir tagsüber locker alles mit Sonnenstrom produzieren können.“ Abends sei die Energie vom Holzherd etwas „ganz Besonderes. Es ist ein „eigenes“ Gefühl dort zu kochen, eine gewissen „Normalität“ die mir in der heutigen Zeit sehr stark abgeht“, so Müller.

Biomüll wird Energie

Der Biomüll im Landgenusshotel Forelle wird wieder zu Energie. Ein regionaler Biomüll-Entsorgungspartner erzeugt damit in seiner Biogasanlage Strom und speist diesen ins Netz ein. Zwei Mal in der Woche werden die Tonnen vom Betreiber ausgewechselt und verwertet. Die Energieeffizienz-Maßnahmen zahlen sich wirtschaftlich „absolut aus. Die PV-Anlage amortisiert sich in einem so sonnigen Hochtal wie dem Weissenseetal nach 11 Jahren, und das bei einer Lebenszeit von etwa 30 Jahren. Das Holz produzieren wir selbst“, so Müller. Bei den Gästen kommen die Energiesparmaßnahmen á la Müller-Art sehr gut an, die Hotelier-Familie hat mit „Generation Gewissen“ ein Konzept geschaffen, über das die nachhaltigen Aspekte des Betriebs kommunizieren werden. Das hat auch intern Strahlkraft: „Auch wir hinterfragen unter diesem Leitbild alles gleich noch mehr“, betont Hannes Müller.

Pellets und Gebäudeisolierung am Wörthersee

Nahe dem Skigebiet Gerlitzen wurde das ****Superior Hotel Balance (www.balancehotel.at) umgebaut. Das Herzstück des Neubaus ist die 2000 m2 große Wellness-Oase. Um bei all dem gebotenen Komfort auch die Energiebilanz effizient zu gestalten, wurde eine Pelletsanlage mit Wärmerückgewinnung der Schwimmbad-Abwärme installiert. „Durch eine sehr gute Gebäudeisolierung – Vollwärmeschutz und 3-Verbundverglasung – beträgt der Energieaufwand für Pellets und Strom derzeit lediglich 2,4% des Umsatzes bei Jahresbetrieb“, berichtet Hotelier Karl Grossmann. Durch den Bau einer 30 KW-Photovoltaikanlage im Frühjahr 2017 ist eine weitere Reduktion auf 1,9 % geplant. „Ein im Vergleich ausgezeichneter Wert“, so Karl Grossmann.

Blockheizkraftwerk & TESLA-Fahrer

Modernisiert wird auch das la maiena meran resort in Südtirol. Geheizt wird mit einem Blockheizkraftwerk. „Diese Variante ist für uns sehr interessant, da wir durch unseren Umbau einen größeren Stromanschluss benötigen. Mit dem Blockheizkraftwerk können wir diesen Mehrwert selbst produzieren“, erklärt Mathias Waldner, Hotelbesitzer und Hoteldirektor. „Auch die Energie für unsere erweiterten Schwimmbäder können wir mittelfristig zu einem sehr günstigen Preis selbst produzieren. Insgesamt ist die gesamte Wärmerückgewinnung im Hotel sehr gut durchdacht und wird bis ins letzte ausgenutzt.“ Ab April 2017 soll im La Maiena eine E-Tankstelle für Elektroautos und -motorräder angeboten werden. „Tankstellen für elektrische Autos sind zunehmend gefragt, immer mehr Gäste suchen sich ihre Hotels nach den Lademöglichkeiten aus“, weiß Waldner. „Paradebeispiel sind die Besitzer von Tesla-Fahrzeugen, diese bekommen die passenden Punkte bereits vom Navi vorgeschlagen.“

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