Vorsicht Stau! Erneuerbare-Energie-Ausbau stagniert in Österreich

Vorsicht Stau! Erneuerbare-Energie-Ausbau stagniert in Österreich

Fix-fertig genehmigte Öko-Kraftwerke können nicht gebaut werden, weil die Politik in Sachen Erneuerbare Energie lahmt. Allein im Windkraft-Bereich stauen sich Anlagen, die mehr Leistung haben als das (zum Glück) niemals in Betrieb gegangene Atomkraftwerk Zwentendorf.

Aufgrund einer nun seit Jahren verschleppten Gesetzes-Novelle können Milliarden Kilowattstunden sauberer Strom nicht realisiert werden – obwohl die Kraftwerke fix-fertig genehmigt sind!

Einfach ärgerlich

Wie nennt man dass, wenn die Bevölkerung sagt: Wir wollen in unserer Gemeinde einen Windpark, alle gesetzlichen Genehmigungen sind bereits vorhanden, aber aufgrund eines gesetzlichen Reformstaus können diese seit Jahren nicht gebaut werden? Das ist „….“ Richtig! Solche Wörter würden wir hier im Blog niemals verwenden. Aber so sieht es in Österreich derzeit aus.

Windkraft: Es könnte ganz einfach viel mehr sein

Die Windkraft versorgt hierzulande bereits über 1,6 Millionen Haushalte mit abgasfreiem Strom. Es könnten jedoch viel mehr sein, um unsere Abhängigkeit von umweltschädlichen und teuren Rohstoffimporten für Erdöl & Co. zu verringern. Windräder mit einer Leistung, die höher als die des Atomkraftwerks in Zwentendorf ist, hängen in der Luft. Dabei wären nur einfache Änderungen im Gesetz notwendig, um diese und andere Erneuerbare Energie Kraftwerke auszubauen. Alle Details können Interessierte hier nachlesen.

3 Comments

  1. Gerhard Hasler sagt:

    Gut das nicht ausgebaut wird da der Strom zu teuer wird. Der Markt bezahlt derzeit 31€ / MWh. Wind kostet mehr als das doppelte und verschandelt die Landschaft.

  2. Andreas Kainz sagt:

    Hallo!

    So wie bei allem im Leben sollte man den „goldenen“ Mittelweg bevorzugen.
    D.h. wie in diesem Fall sollte es auch nicht sein, dass auf jedem freien Quadratmeter den wir zur Verfügung haben ein Windrad aufgestellt werden.
    Ein gesundes Maß an Wind,- und PV Generatoren sollte man im Auge behalten.
    Andererseits gebe ich den Kritikern Anlass (nach zu)-denken, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt!
    Besonders im Winter ist es nicht so toll mit erneuerbarer Energie, da hier die Kraft der Sonne durch die wenigen Sonnenstunden fehlt.
    Dann kommt der Strom nicht aus der „Danke Wasserkraft“, sondern aus dem europaweitem Energie-Transitnetz, sprich aus Atomkraftwerken!
    Atomkraft kostet von der Herstellung der Brennstäbe bis zur Endlagerung der Nuklearabfälle bei weitem Mehr als Windkraft!
    Also bei der Berechnung was nun billiger oder teurer ist sollte man immer den ganzen Prozess unterm Strich zusammen fassen und dann eine Meinung bilden.
    Preisfrage 😉
    Was ist schöner: Eine Windkraftanlage oder ein Atommeiler am Horizont?

    LG, Andreas Kainz
    (PV-Kraftwerk mit Speicher Anlagenbesitzer)

  3. Christoph sagt:

    Ganz ohne fossile Brennstoffe bzw. Atomenergie wird es woh leider nie funktionieren. Nicht nur wegen der Politik oder anderen, die erneuerbare Energien als Konkurrenz sehen.
    Viel mehr ist die dauerhafte, konstante Stromversorgung im Netz eine nicht zu unterschätzende Problematik. Um unseren Spitzenbedarf decken zu können benötigen wir schnell verfügbare Energiquellen. Ob die Energie von Pumpspeicherkraftwerke oder von Atomreaktoren kommt, kann man diskutieren.

    Jedenfalls denke ich, dass ein gewaltiger Ausbau von Windkraftanlagen nicht zum Ziel führt. Ich denke, dass wir mehrere erneuerbare Energiekonzepte vereinen müssen, um so Grund- und Spitzenlasten zu decken.

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