E-Auto gesucht: Mein Besuch der Vienna Autoshow

E-Auto gesucht: Mein Besuch der Vienna Autoshow

Ich will ein Elektroauto. Deshalb besuchte ich die Vienna Autoshow. Und entdeckte dort Begeisterndes, Enttäuschendes – und einige E-Autos, die ich testen werde.

Schon lange setzen wir uns mit dem Gedanken auseinander ein Elektroauto anzuschaffen. Die Voraussetzungen wären super: PV-Anlage am Dach, max. 100km am Tag und Lademöglichkeit in der P+R Anlage. Vielleicht auch noch eine Sonnenbatterie kaufen, um auch die Nacht zu nutzen. Doch dann war der Run um die E-Autos auf der Messe doch nicht soooo groß. Das Angebot ist kleiner ausgefallen als erwartet und auch die Informationen über die Zukunft waren nur ausreichend.

Beste Beratung gab’s bei BMW

Die beste Beratung erhielten wir bei BMW, der i3 ist der leichteste mit 1.100kg, da zur Gänze aus Carbon. Er hat keine B-Säule, was für unsere Tochter ein Highlight war, da kann man super einsteigen. Die Verarbeitung mit Holz sorgt für gewisses Flair im Auto, die 180 PS sind auch nicht gerade müde. BMW bietet eine eigene Ladestation für zuhause an, die auch stylisch etwas hergibt. Mann kann dieses Auto zuhause in 2-3 Std. komplett aufladen. Das Service in den nächsten 5 Jahren bzw. 100.000km ist im Kaufpreis inkludiert sowie eine EZ-Charge Card.

Der Renault Zoe

Weiter ging es dann zu Renault, hier gibt es den Zoe (Bild oben). Mit einer Reichweite von 400km schafft er derzeit die längste Distanz unter den „normalen“ E-Cars. Mit hochwertiger Ausstattung wie Bose-Anlage und Ledersitzen war auch dieser kleine Flitzer nicht zum Wegschauen. Jedoch schreckte uns dann die Frage des Verkäufers, ob wir das Auto wirklich zuhause laden wollen!? In Niederösterreich sind diese Fahrzeuge bereits stark im Kommen, da viele Gemeinden diese anschafften, entweder zu Verwendung für die Bevölkerung oder auch für Dienstwege der Gemeindebediensteten.

Tesla – der Star der Show

Beim Hyundai ioniq war für mich die kurze Reichweite und das Gewicht ausschlaggebend, diesen nicht in die nähere Auswahl zu nehmen. Nissan ist in Wien bei einem Taxiunternehmen bereits stark vertreten, jedoch spricht mich da die Optik nicht so an.
Dann endlich sind wir vorgedrungen zu Tesla, hier war der Ansturm auf das Model X natürlich enorm. Die Leute benutzen das Auto wie einen Klettergarten. Optisch gibt dieses Auto natürlich einiges her, die Flügeltüren mit eingebauten Sensoren und der Schlüssel als Mini-Auto. Die Reichweite, 7 Sitze und die Anhängelast lässt die anderen Anbieter noch blass aussehen. Leider ist Preis halt noch sehr hoch dafür EUR 130.000,-!

Der VW Konzern hatte ja eine eigene Halle, der e-Golf ist auch noch eher im Hintergrund gestanden. Ich werde BMW, Renault, VW und auch Tesla testen und meinen Testbericht hier abgeben. Mein Fazit: Der Markt ist noch nicht so groß, wie der Hype um diese Fahrzeuge, es braucht sicher noch einiges an Erfahrung und auch die Autohändler müssen sich da noch etwas einfallen lassen um die Kunden mehr darauf zu fokussieren! Und auch die Straßenbauer könnte man auf die Induktionsleitungen wie in der USA aufmerksam machen.

Einige Impressionen der Vienna Autoshow 2017



2 Comments

  1. kritischer E-Mobil-Fan sagt:

    e-Mobiliät ist eine Augenauswischerei! Kann nie für alle möglich werden, da einerseits die notwendigen seltenen Erdenelemente gar nicht in genügendem Ausmaß vorhanden sind, geschweige wir auf jedem Dach eine Solaranlage vorfinden, die dafür notwendig wäre, wenn e-Mobilität sinnvoll sein sollte. Dazu werden ja die großen Energiekonzerne gesponsort und Stromstraßen gesponsort, die nur einen riesigen Stromverlust bringen!! Außerdem wird immer vergessen und verschwiegen, dass die Herstellungskosten eines Autos 75% des CO2-Ausstoßes ausmacht, den ein Auto im Laufe seines Daseins „ausstößt, nur 25% ist dann die Fortbewegung, wenn es Benzin ist. Zu befürchten wäre auch, falls tatsächlich ein E-Mobil-Boom einsetzt, dass dann erst recht wieder der Ruf nach „sauberen“ Atomkraftwerken laut würde!

  2. unkritischer E-Mobil Fahrer sagt:

    http://www.enu.at/e-auto-informationsset
    Aber natürlich kann man die bestehende Mobilität nicht 1:1 mit E-Mobilität ersetzen!

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