Die E-Auto-Testfahrten waren super! Aber was dann!?

Die E-Auto-Testfahrten waren super! Aber was dann!?

Die erste Testfahrt in einem E-Auto – ich gebe zu, es war ein bisschen Adrenalin im Spiel.

Als erstes fuhr ich den BMW i3, für mich der schönste unter den kleinen und vor allem noch so „halbwegs“ leistbaren E-Autos. Keine B-Säule, aber die Hintertür ist nur zum öffnen wenn die Vordertür offen ist. Also wie bei einem 3 Türer. Ich war es leider nicht gewohnt, wenn man mal in zweiter Spur vor der Schule halten will und das Kind schnell einsteigen soll.

Viel Raum im BMW i3

Der i3 bietet viel Raum, auch größere Menschen fühlen sich darin nicht eingeengt. Die Beschleunigung ist phänomenal gegenüber einem „normalen“ PKW. Für uns alle ein Erlebnis! Beim BMW kann man die Reichweite optimieren, je nachdem welchen Modus man wählt. Im Winter oder auch Sommer bedeutet das natürlich, dass je nach Modus die Leistung der Heizung oder Klimaanlage nicht voll gegeben ist. Aber ich kam bei -6°C nicht weiter als 160km mit Wohlfühltemperartur. Nun zum Preis: Hier sind wir schon in einem etwas höheren Segment zu einem sehr guten Mittelklassewagen ca. EUR 40.000,-!

Renault Zoe: Kenn ich schon vom Sehen

Der Renault Zoe ist zur Zeit schon einer der sehr weit verbreitet ist. Viele Gemeinden in Niederösterreich haben sich schon einen angeschafft. Beim Zoe ist dieses großzügige Raumgefühl wie beim i3 meiner Meinung nicht so gegeben. Dafür ist die Soundanlage von Bose wirklich ihr Geld wert. Die Reichweite ist auch im Winter mit 250km wirklich OK. Der Kaufpreis: Knappe EUR 25.000,-.

Jetzt der Tesla!

Der Tesla schaut wirklich von außen wunderschön aus, nur darf man im Innenraum nicht auf Feinheiten achten. Der Kunststoff dominiert in diesem Fahrzeug, auch ist die Verarbeitung nicht überall zu 100% perfekt. Ich hätte mir bei so einem hohen Kaufpreis wirklich mehr Genauigkeit erwartet. Das Model X lässt sicher keine Wünsche offen: Die Reichweite bei diesem neuen Model liegt bei 400km. Leider konnte ich nicht die Anhängelast testen, da auch für uns Wohnwagenbesitzer ein E-Auto nicht so uninteressant wäre. Die Testfahrt ist nur mit Beifahrer und auf einem eigenen Gelände in Wien möglich. Trotzdem ein Erlebnis.
Auch konnte ich einen schon etwas „älteren“ Tesla Model S testen, hier war die Reichweite lt. Besitzer nicht mehr so wie am Anfang. Das ist auch klar: Viel Leistung und die Häufigkeit beim Laden fordern den Akkus so einiges ab.

Psst: Vorsicht, leise!

Auf was man im E-Auto achten muss ist: Dass das Auto niemand hört. Also vorsichtig bei Fußgängern, die hören dich meistens gar nicht und schauen dann ganz erschrocken wenn sich das Auto plötzlich ohne Motorgeräusch bewegt.
Positiv: Die Abdeckung mit E-Tankstellen in Wien und Salzburg ist wirklich schon sehr gut. Aber dazu in meinem nächsten Blog Artikel mehr.

3 Comments

  1. Martin Dechant sagt:

    Guten Tag,

    in der aktuellen Ausgabe der Zeitschirft „WOHNzeit“ werden Sie zitiert :“Bei der effizienten Variante wird der Ladevorgang etwa unterbrochen, wenn im Haus die Waschmaschine und andere Geräte eingeschaltet werden und die fotovoltaikanlage gerade nicht genügend Sonnenstrom für alle produziert.“
    Welche (Lade-)systeme & welche Solaranlagenwechselrichter unterstützen diese Funktion, braucht es dazu ein Smart Meter das eingebunden wird?

    • Alexandra Berthold sagt:

      Hallo,
      ein Smart Meter wird nicht benötigt, Anbieter von E-Fahrzeugen bieten solche Lademodule extra für zuhause an, diese Stationen haben zwar ihren Preis, sind aber sicher effektiv um den nutzen der PV-Anlage für die Ladungen sinnvoll zu nutzen. Strom sparen wird einem somit noch leichter gemacht. Auch Anbieter von Sonnenbatterien bieten Apps in Kombination an wo ich genau ablesen kann wann wieviel Strom verbraucht wird und was mich die Ladung kostet.

  2. DI Ingo Faseth sagt:

    Grüß Gott,
    ich besitze seit zwei Jahren einen e-GOLF. Parallel dazu hat meine Frau einen GOLF-Variant Allrad 110kW Diesel. Alle Kurzstrecken (Radius ca. 40km) fahren wir normalerweise elektrisch. Auf Grund der Topographie des Waldviertels ist der angegebene Verbrauch von 12,7kWh/100km und somit eine Reichweite von 190km fast nicht zu erreichen. In der warmen Jahreszeit liegt der Verbrauch bei ca. 14kWh/100km, im Winter steigt der Verbrauch auf ca. 19kWh/100km. (Natürlich ist der Verbrauch stark von der gefahrenen Geschwindigkeit und von der Zahl der mitfahrenden Personen abhängig). Das Vorheizen vor der Abfahrt ist zwar angenehm, bringt aber keine nennenswerte Verbrauchsreduktion. Die Heizung nimmt bei 50km/h ca. 4kWh/100km auf. Aktiviert man alle Wärmequellen (Front- und Heckscheibenheizung, Gebläse auf höchster Stufe) so geht bei vollgeladenen Antriebsakkus die angezeigte Reichweite von 150km auf ca. 90km zurück (der Bordcomputer berechnet die Reichweite auf Grund der aktuellen Temperatur und der abgerufenen Leistung).
    Größter Nachteil des e-Golf (Modell 2015) ist seine maximale Ladefähigkeit von 3.7kW (1-phasig mit 16A) und somit ca. 8 Stunden für eine Vollladung. Mit dem Standardladegerät (Schukosteckdose 2.1kW dauert es noch länger). Die DC-Ladefähigkeit bis 50kW ist zwar super, die Ladestellen sind im Waldviertel selten zu finden. Was man sich bei VW bei dieser Lösung gedacht hat (oder ob man sich überhaupt etwas gedacht hat) ist leider nicht zu erfahren.
    Andere Hersteller – bei denen die E-Fahrzeuge sogar billiger sind – bieten eine 3-Phasenlademöglichkeit und damit das Laden von einer normalen Drehstromsteckdose mit kostengünstigen Ladegeräten (ca. € 1000.-) in der heimatlichen Garage an.
    Trotzdem sind meine Frau und ich mit dem e-Golf sehr zufrieden und haben die Anschaffung bis jetzt keine Sekunde bereut. Die Leistung des 85kW Antriebes reicht für den Alltagsbetrieb locker aus. Auch das Überholen eines Sattelzuges ist kein Problem.

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