A „leiwaunde“ Heizung: 60 Tonnen CO2 Einsparung!

A „leiwaunde“ Heizung: 60 Tonnen CO2 Einsparung!

Eine Gemeinde in Niederösterreich ersetzte die Gasheizung von Volksschule und Kindergarten durch eine moderne Pelletsanlage und spart damit viel CO2 ein.

Ringelsdorf-Niederabsdorf geht den „leiwaunden Weg“ – so ein Slogan der Gemeinde – und wird „grün“. Ein wesentlicher Schritt dabei war die Heizungserneuerung in der Volksschule samt Mehrzwecksaal und Kindergarten.

Spar-Potential

Die 27 Jahre alte Flüssiggasheizung sorgte für Wärme, aber auch für erhebliche Betriebskosten und hohen CO2-Ausstoß. Das so ein System nicht mehr zeitgemäß ist, zeigte auch die Schwierigkeit, Ersatzteile aufzutreiben. „Es war einfach an der Zeit, dass wir das System erneuern“, sagt Bürgermeister Peter Schaludek. Energie-Berater des Landes Niederösterreich halfen bei der Analyse der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, dazu wurden mehrere Kostenvoranschläge unterschiedlicher Anbieter eingeholt und verglichen. „Das Ergebnis war eindeutig: Ein Pellets-System, geplant und errichtet von der Firma Forschner aus Ringelsdorf ist die beste Lösung, da waren sich alle einig“, berichtet der Bürgermeister. Durch die Umstellung auf das moderne System mit erneuerbarer Energie werden in der Marktgemeinde jedes Jahr 60 Tonnen CO2 eingespart.

Kommunikative Pelletskessel

Die „beste Lösung“ wurde in den Sommerferien vom Team Forschner installiert und schaut im Detail so aus: Die Volksschule wird mit zwei Fröling-Pelletskessel beheizt, der benachbarte Kindergarten mit einem. Mittels Kaskadensteuerung sind die Kessel verbunden. Sie tauschen Informationen aus, je nach Energiebedarf heizen alle oder auch nur einer. Dadurch wird nie mehr Energie erzeugt, als benötigt. Das Fazit von Bürgermeister Peter Schaludek nach dem ersten Winter mit dem neuen Heizsystem: „Hat wunderbar funktioniert.“ Der Nachwuchs der Gemeinde genießt umweltfreundliche Wärme, einige Kinder illustrierten die Heizungsumstellung sogar mit künstlerischen Spuren ihres „leiwaunden Weges“: Für beide Objekte wurde je ein Pelletslagerraum errichtet, die Kindergartenkinder durften „ihren“ bemalen.

Gefördert umsteigen

Der Ortschef plant bereits weitere Maßnahmen für den Umstieg auf saubere Energie. Privat nutzt er seit 6 Jahren eine Pelletsheizung. „Holz ist ein umweltfreundliches Naturprodukt aus Österreich, die Kosten sind niedriger als bei Gas – da passt einfach alles.“

Tipp: Wer jetzt auf eine Pellets-Heizung umsteigen will, kann die „Förderung von Holzheizungen“ nutzen.

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