Solar-Lautsprecher im Test: Hier badet die Musi!

Solar-Lautsprecher im Test: Hier badet die Musi!

3 Musikfans auf Interrail-Tour Anfang der 90iger Jahre: Wir spielten „Schere, Stein, Papier“ (auf 5 gewonnene Partien, Zeit hatten wir genug), der Verlierer musste die Sound-Machine schleppen. Dazu den Rucksack mit Musikkassetten und dutzenden Batterien – das Risiko, in Warschau, York oder in der Bretagne nicht den passenden „Saft“ für die Musikanlage zu finden, wollten wir nicht tragen. Wie gut haben es Musikfans heute, schrieb ich in einem Blog 2013, sie brauchen nur mehr ein Soundsystem mit Solarpanel. Ist inzwischen aber auch schon wieder so retro wie Nirvana, Oasis, oder Pearl Jam.

Soundsystem mit Solaranlage

Das zeitgemäße mobile Soundsystem – und wir reden hier nicht von einem Smartphone im Lautsprechermodus – hat Stereolautsprecher mit mächtigem Bass-Klang, Bluetooth-Schnittstelle und ein integriertes Solarmodul. So wie der Goal Zero RockOut 2. Der lässt gleich beim Einschalten mit einer neuen Signation akustisch die Muskeln spielen, protzt danach mit wirklich sattem Sound. Das Volumen lässt sich direkt an der Box oder am Player (Smartphone, MP3-Player, iPod, etc.) regeln. Ich schalte beides auf Maximum und stelle fest: 3 Watt in Stereo und mit „Darkbass Technologie“ sind verdammt laut. Der Sound bleibt auch jenseits der „Zimmerlautstärke“ ziemlich glasklar.

Wir fluten das Soundsystem

Wasserfest soll das Gerät laut Herstellerangaben auch sein. Ich teste das mit der Gießkanne. Den Mp3-Player verstaue ich im Inneren des Goal Zero. Zip zu, gleich geigen bei mir die Goldfische! Wasser, Marsch!
Der Klang verebbt.
Alles hin, hin, hin?
Nein, die Musik spielt unter dem Wasser weiter, das sich über den Lautsprechern gesammelt hat. Ich drehe das Gerät um, leere das Wasser ins Gras, und die Lautstärke ist wieder voll da. Mein MP3-Player im Inneren hat das mehrmals durchgeführte Experiment trocken überstanden.

Sounds der Sonne

Der RockOut 2 kann selbstverständlich gleichzeitig Musik spielen und Sonne tanken, schließlich sind auch (manche) Nächte zum Feiern da. Der integrierte 800mAh Li-Ion Akku schafft bis zu 10h Spielzeit. Da meist auch unterwegs ganz unkompliziert mit der Sonne nachgeladen werden kann, reizt man diese Grenze wohl nur schwer aus. Eine USB-Lademöglichkeit gibt es dennoch. Wer wirklich unabhängig von Steckdosen reisen will: Der Texflex 3 ist ein wasserdichter, flexibler USB-Akku. Mit 11Wh Kapazität (3.000mAh) sind einige Stunden RockOut2-Disco garantiert, ein voller Texflex 3 reicht aber z.B. auch für ein Mal iPhone-Aufladen. „Auftanken“ lässt sich der Akku natürlich auch mit Sonnenstrom, ich hänge ihn an ein Nomad 7 Solarpanel (siehe Foto).

Flexibler Akku für unterwegs

Wasserfest ist dieser Akku auch, und so leicht (107g), dass seinetwegen wohl kaum „Schere, Stein, Papier“ gespielt wird. Höchstens dann, wenn es darum geht, wer als erster Laden darf. Der inzwischen getrocknete RockOut 2 lädt übrigens, während ich gerade blogge. Leider bin ich nicht am Strand, sondern am Schreibtisch, aber durchs Fenster scheint die Sonne herein, das genügt den Solarzellen. Funktioniert sicher auch durch ein Zugfenster, wenn draußen Europa vorbeizieht, und die Sonne hereinscheint.

Weitere Infos zu den getesteten Solargeräten:

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