Bodenschätze: Wie passt ein Parkettboden zur Fußbodenheizung?

Bodenschätze: Wie passt ein Parkettboden zur Fußbodenheizung?

Wie harmoniert eine energieeffiziente Fußbodenheizung mit einem Parkettboden? Und welche Verlegetechnik hilft beim Energiesparen? Komischerweise werden wir das besonders im Sommer oft gefragt.

Anscheinend nutzen viele die langen Tage, um den Hausbau oder die Sanierung zu planen. Und da gehört eben auch die Heizung dazu, egal was das Thermometer gerade anzeigt. Besonders gefragt im modernen – also gesunden, ressourcenschonenden und schönen – Wohnbereich sind: Energieeffiziente Fußbodenheizungen plus hochwertige Öko-Parkettböden.

Energieeffizient & gesund

Warum so viele Bauleute auf diese Kombination stehen, ist klar: Fußbodenheizungen sind „unsichtbar“, brauchen keinen Platz (außer im Estrich) und weniger Energie als Heizkörper – letzteres liegt an der niedrigeren Vorlauftemperatur und der großen Fläche. Unterschiedlichen Studien zufolge lassen sich mit Fußbodenheizungen im Vergleich zu Radiatoren rund zehn Prozent Betriebskosten einsparen! Nicht schlecht, Herr Specht, sagt da so mancher Häuslbauer, und ist damit gedanklich schon beim Thema Holz: Ein Parkettboden aus diesem natürlichen, nachwachsenden Rohstoff hält lange, ist pflegeleicht – und für viele einfach die schönste, gesündeste und beste Boden-Variante für die eigenen vier Wände. Aber dann poppt bei der Planung ein möglicher Knackpunkt auf…

Passt das zusammen?

Holz dehnt sich doch aus, wenn es erwärmt wird: Kann man das überhaupt mit einer Fußbodenheizung kombinieren? Die Antwort lautet: Ja, man kann! Es wird seit Jahrzehnten gemacht und funktioniert prächtig – wenn man weiß, was man bei der Kombination Fußbodenheizung und Parkett berücksichtigen sollte.

Worauf es ankommt

Zum einen ist es wichtig, die Entscheidung, einen Parkettboden auf einer Fußbodenheizung zu verlegen, frühzeitig zu treffen. Ideal sind nämlich Holzarten mit günstigem Dehn- bzw. Schwindverhalten (wie z. B. Eiche, Nussbaum, Kirsche, oder Esche). Hölzer wie Buche oder kanadischer Ahorn neigen in Verbindung mit einer Fußbodenheizung zu erhöhter Fugenbildung und Querkrümmung und sind daher nur bedingt geeignet. Ebenfalls suboptimal ist eine schwimmende Verlegung von Parkett auf Fußbodenheizung: Diese Verlegetechnik erhöht nämlich den Wärmedurchgangswiderstand – und damit die Heizkosten. Daher empfehle ich, vor allem bei hochwertigen 3-Schichtparkettböden, eine vollflächige Verklebung: Das optimiert den Wärmedurchgang. Und verhindert außerdem noch, dass der Boden knarrt, wenn ihm von unten her heiß wird. Voraussetzung ist in jedem Fall die fachgerechte Ausführung der Heizungskonstruktion, die normgerechte Herstellung des Estrichs und die professionelle Verlegung des Bodens.

Übergangszeit

Hat man den Parkettboden einmal im Haus oder in der Wohnung, genießt man zu jeder Jahreszeit die heimelig-edle „Wohlfühl-Atmosphäre“, die der natürliche Rohstoff-Holz schafft. Neben dieser „gefühlten“ Wärme ist Holz auch ein hervorragender Speicher von „reeller“ Wärme, weshalb Parkett als besonders angenehmer, fußwarmer Bodenbelag empfunden wird. Das macht sich besonders in der „Übergangszeit“ bemerkbar. Man spürt es aber auch in kühlen Sommernächten, wenn der Parkettboden die nackten Fußsohlen auch um Mitternacht mit Resten von Sonnenwärme verwöhnt – und dabei fast die gleiche angenehme Wärme ausstrahlt, wie tagsüber. Unangenehm heiß wird ein Parkettboden nämlich weder in der Heizsaison, und genauso wenig dann, wenn die Sommerwärme voll draufknallt. Letztes wissen übrigens auch all jene zu schätzen, die sich gesundes heimisches Holz auf die Terrasse oder um den Schwimmteich legen lassen. Aber das ist eine andere Geschichte – mehr dazu nächstes Mal!

Weitere Informationen zur Kombination von Parkettböden mit einer Fußbodenheizung erfahren Sie im persönlichen Beratungsgespräch in unserem Showroom (Zelinkagasse 10, 1010 Wien) oder auf unserer Homepage.

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