Wärmepumpen: Lassen wir die Hitze draußen!

Wärmepumpen: Lassen wir die Hitze draußen!

Klimaanlagen sind wohl die bekanntesten Systeme zum Herunterkühlen von Räumen. Alternativ – und deutlich umweltfreundlicher – kann man auch mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpen kühlen, diese Geräte sind wirkliche Allrounder.

Sole/Wasser-Wärmepumpen haben meistens auch eine Kühlfunktion. Falls nicht, kann man diese Funktion auch nachrüsten. Es gibt die aktive und passive Kühlung.

Wie das System grundsätzlich funktioniert:

Im Winter wird die Wärme aus dem Erdreich, der Luft oder dem Wasser entzogen und in den Wohnraum geleitet, im Sommer genau umgekehrt. Dadurch, dass die Kühlung meist über die Fußboden- oder Wandheizung läuft, ist die Verteilung relativ rasch möglich. Man hat zwar vielleicht gelegentlich kalte Füße, aber dafür ein wunderbar angenehmes Raumklima ohne störendes Geräusch einer Klimaanlage.

Aktive und passive Kühlung

Für die aktive Kühlung sind gewissen technische Voraussetzungen in der Wärmepumpe erforderlich: Verdampfer, Verdichter und ein 4 Wege-Ventil. Ob das Gerät diese Funktion besitzt, lässt sich im Normfall ziemlich einfach über die Betriebsanleitung herausfinden.

Eine passive Kühlfunktion besitzen auch die meisten etwas älteren Geräte (ca. 10 Jahre). Hier wird einfach die Energie an das Erdreich abgegeben, jedoch ist zu sagen, dass max. 5°C bis 10°C heruntergekühlt werden kann.

Ideal: Kombination mit Photovoltaik-Anlage

Bei beiden Varianten ist meist mehr Energie aufzuwenden als zum Heizen, aber wenn man eine PV-Anlage besitzt, hat man im Sommer ohnehin genug selbst produzierten Sonnenstrom. Auch das Erdreich profitiert davon: Wenn man Flächenkollektoren hat, kann es sich für die nächste Heizperiode besser regenerieren.

Also: Die nächsten heißen Tage kommen bestimmt. Besitzer einer Wärmepumpe schauen diesen gelassen und geräuscharm entgegen.

1 Kommentar

  1. Alex Gerds sagt:

    Was, wieso erfahre ich bitte jetzt erst von so was? Das klingt wie eine absolut geniale Technologie, warum verwendet das nicht absolut jeder? Wie tief muss man dafür graben? Ist das bei einer Sanierung eines Badezimmers möglich, direkt für’s Badezimmer so eine Wärmepumpe zu installieren? Ich muss heuer eine Badsanierung durchführen, und da es sich um einen Wiener Altbau handelt bin ich froh wenn ich die Heizkosten etwas senken könnte – wäre so eine Wärmepumpe eine gute Option? Und machen das normale Baumeister wie König Heinrich (mein derzeitiger „Mann für’s Bad“ – http://www.koenig-heinrich.at/sanierung/badsanierung ) oder brauche ich für sowas Spezialisten?
    lg und sorry für die vielen Fragen,
    Alex

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