6 Zero-Waste-Tipps für Fortgeschrittene

6 Zero-Waste-Tipps für Fortgeschrittene

Wie wär’s mit einer kleinen „Müll-Diät“? Ihr werdet sehen: Es tut gut und macht Lust auf mehr – mehr Müllvermeidung.

1. Bevorzuge das Unverpackte

Am Markt, aber auch im Supermarkt findet man einiges ohne Verpackung. Greif zu! Damit motivierst du die Händler mehr lose Produkte anzubieten. Mit einem wöchentlichen Einkauf am Markt oder einer Gemüsekiste nachhause geliefert sparst du viel Verpackungsmüll.

2. Bring deine eigene Jause mit

Das hört sich vielleicht zuerst einmal komisch an, wie ein Kind immer seine Jause dabei zu haben. Hat man einmal eine gute Box
dafür, ist es sehr oft ein wahrer Segen. Wie oft isst man etwas was einem gar nicht schmeckt oder eine Essenssünde ist, nur weil einen der Heißhunger packt und es einfach nichts besseres gibt. Ich nehme gerne in meiner Dose Cracker, Nüsse, ein paar Scheiben Gurken und Paprika mit. Das hält sich auch gut unterwegs und vermeidet Spontankäufen mit viel Plastik und Zusatzstoffen.

3. Bring dein Besteck

Man weiss nie wann man es brauchen kann und es ist viel angenehmer als mit den Fingern zu essen, wenn man auf jeden Fall nein zur
Wegwerfgabel sagen möchte. Und es gibt da viele clevere Tascheneditionen.

4. Nimm dir doch Zeit – Zeit für dich selbst

Man kann gut unterwegs Müll vermeiden, indem man sich Zeit nimmt und sich ins Restaurant oder Kaffee setzt, anstatt der To-Go-Variante.

5. Trainiere den Nein-Muskel

Wie oft bekommen wir bei der U-Bahn Werbematerial in die Hand gedrückt? Oder all das Werbematerial in unserem Postkasten, das unangeschaut im Müll landet? Hier kannst du dich auf die Robinsonliste setzen lassen, um unadressiertes Werbematerial ein für alle Mal abzubestellen. Oder der Sticker „Bitte keine unadressierte Werbung“ tut es auch. Oder bei Messen wird man oft „reich beschenkt“ mit Dingen, die gleich ungenützt im Müll landen. Wenn man mal den Nein-Muskel aktiviert hat, fällt einen erst auf, wie oft man unnötiges aufgedrängt bekommt.

6. Kurble den Second-Hand-Markt an

Die Zeiten, in denen Second Hand modrig und abgetragen waren sind längst vorbei. Ein Nebeneffekt unserer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft. In vielen hippen Geschäften und online findest du tolle Kleidung, Möbel und eigentlich fast alles gebraucht. Toller Nebeneffekt: du sparst Geld und ergatterst mit ein bisschen Glück ein richtiges Vintage-Teil.

Wozu das Ganze?

Macht es wirklich einen Unterschied, wenn wir jeder ein bisschen Müll einsparen? Auf jeden Fall! Österreicher verursachen im Durchschnitt täglich 1,5 kg Müll pro Person. Das ist ganz schön viel (der EU Durchschnitt liegt bei 1,3 kg). Besonders Einweg-Produkte sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Mit ein paar kleinen Änderungen (man braucht gar keine große Handtasche um eine kleine Flasche und ein Sackerl unterzubringen) können wir jeder ein bisschen beitragen. Und wie viele Zero Waste-Fans bemerken, ist es ansteckend. Durch Vorbildwirkung steckt man ganz ohne belehrende Worte andere Menschen mit dem Zero-Waste-Gedanken an.

Gemeinsam geht es leichter!

Für die „Mülldiät“ ist es wie auch bei anderen Änderungen auch: es hilft, wenn man Gleichgesinnte hat. Vielleicht magst du deine Freundin motivieren, es einmal eine Woche oder ein Monat mit dir auszuprobieren? Zusätzlich gibt es auch viele Facebookgruppen, in denen du Einkaufstipps und Inspiration findest. Auf Zero Waste Austria findest du Zero Waste Blogger, Tipps, Veranstaltungen und Projekte in Österreich. Hier kannst du dich für den monatlichen Newsletter anmelden und auf Facebook findest du uns natürlich auch!

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