Sonnenstrom aus der Bierkiste

Sonnenstrom aus der Bierkiste

„Sonnenenergie findet jeder gut, aber längst nicht jeder nutzt Sonnenenergie“, meint Simon Niederkircher. Mit seinem neuen „SolCube“ will er das ändern.

Der SolCube ist etwa so groß wie eine Bierkiste, seine Vorderseite erinnert an ein freundliches Gesicht: Schaut man in seine Augen, informiert eines – ein Amperemeter – über den Ladefortschritt, das andere über den Batteriestand. Die rote Nase ist der On-Off-Schalter, der Mund eine Steckdose.

„Sonnenstrom soll sexy werden“

Strom selber machen geht einfach, diese Botschaft vermittelt der SolCube des Wiener Unternehmens base.energy schnell. Der kompakte Stromgenerator mit eingebauter Batterie wird mit Solarmodulen aufgeladen, ist robust und leicht zu transportieren. Eine leise, saubere und abgasfreie Alternative zum Dieselgenerator für alle, die beim Wohnmobil-Ausflug, auf dem Rockfestival, auf der Alm oder im Schrebergarten Strom brauchen. „Einer unserer Kunden hat sich den SolCube für Zuhause angeschafft, aber ihm geht es eher um die Stromsicherheit bei möglichen Netzausfällen“, erklärt base.energy-Gründer Simon Niederkircher (links am Foto).

Für E-Bike, Soundsysteme, & Co

Zum E-Auto-Aufladen reicht die Kapazität nicht, für E-Bikes schon eher. „Man kann damit für bis zu 140 Stunden Licht, 40 Tassen Kaffee oder 14 Laptop-Ladungen Strom produzieren, auch Djs nutzen den SolCube gerne bei Outdooor-Events“, sagt Simon Niederkircher. Er hat bereits verschiedenste Solar-Projekte in ganz Europa umgesetzt, zuletzt etwa mit „Simon“ ein steckdosenfertiges Solarmodul für Stadtbalkone entwickelt. Jetzt will er die Sonnenenergie „auch abseits der Dächer von Einfamilienhäusern“ zugänglich machen.

Nach der Testphase beginnt die Produktion

Mit seinem Halbbruder Ferdinand Mayr, der an der Universität u. a. Computersimulationen für solare Inselsysteme programmierte, hat er den Soulcube entwickelt. Nach einigen Testvarianten (siehe Foto) wurden die ersten SolCubes hergestellt. Seit einigen Monaten kann das Gerät für 35 Euro pro Woche gemietet werden, die Kaufversion kostet zwischen 799.- und 1.799.- EUR. Gefertigt wird in Wien, das Gehäuse stammt aus St. Pölten.„Der Solucube ist Strom zum Anfassen“, witzelt Simon Niederkircher. Und tatsächlich begreift man dank dem ansprechenden und praktikablen Design rasch, dass ein steckfertiges Solarsystem mit integrierter Batterie, Laderegler und Wechselrichter nicht kompliziert zu handhaben ist, auch wenn sich das für manche so anhört. So kann das Kunststoff-Solarmodul ganz einfach vom Ständer genommen, und etwa am Dach des Zeltes oder Schrebergartenhäuschens befestigt werden.

Ab November kann SolCube nicht nur gemietet, sondern auch gekauft werden.

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