Gebäudeintegrierte Photovoltaik: News und ein neuer Award

Gebäudeintegrierte Photovoltaik: News und ein neuer Award

Fassaden, Fenster, Sonnenschutzelemente, Dachziegel, die Sonnenstrom produzieren: Gebäudeintegrierte Photovoltaik (GIPV) gilt als eine Lösung der Zukunft.

Gebäudeintegrierte Photovoltaik (GIPV), das ist eine jener Sachen, die viele wollen, aber kaum jemand hat. Dieser Eindruck entsteht, wenn man mit Leuten aus der Branche oder Privatpersonen spricht. Einen Beitrag, dies zu ändern, soll der InnovationsAWARD für GIPV leisten, erstmals ausgerufen von der Technologieplattform Photovoltaik (TPPV). Infos zum Award gibt es weiter unten. Zuerst erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie schon jetzt haben, GIPV zu nutzen.

PV-Anlagen werden „unsichtbar“

Die Idee ist so simpel wie überzeugend: Ein Bauteil erfüllt bei einem Gebäude die konstruktive Funktion eines Wandelements, eines Sonnenschutzes oder eines Dachziegels – und produziert gleichzeitig Solarstrom. GIPV bietet ein breites Anwendungsspektrum, da die gesamte Gebäude- bzw. Bauwerkshülle genutzt werden kann: Fassaden, Dächer, Garagentore, etc. Vor allem an gut sichtbaren Stellen wie der Fassade machen die PV-Elemente nicht nur Sonnenstrom, sondern auch einen optischen Eindruck. Dadurch lassen sich bewusst Design-Akzente setzen. Wer seine architektonische Linie nicht durch ein „Kraftwerk“ beeinflussen will, kann die PV-Elemente dezent ins Gebäude integrieren – eine Möglichkeit, die man z.B. bei Flachdächern mit der klassischen Aufständerungs-Montage am Dach nicht hat.

Farben und Muster nach Wunsch

Die Gestaltungsmöglichkeiten von GIPV sind vielseitig. „Es gibt verschiedene Bedruckungsmethoden für sämtliche Farben und Muster“, erklärt Peter Illich, Msc., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erneuerbare Energie der FH Technikum Wien. „In Verbindung mit der Variation von Größe und Form der Elemente kann man sie gut sichtbar bis nahezu unsichtbar in Bauwerke und Gebäude zu integrieren.“

Beim Neubau und Sanieren: Möglichkeiten mit einplanen

„Auf besonders große Akzeptanz stoßen ästhetisch ansprechende Umsetzungen, beispielsweise mit Modulen der Firma Ertex Solar GmbH (Österreich) oder CSEM (Schweiz)“, so Illich. Bei aktuellen Entwicklungen spielen Farbe, Transparenz, Form und Größe der Module eine wesentliche Rolle, da sie eine breite Palette an Gestaltungs- und Integrationsmöglichkeiten bieten. „Ebenso finden sich durch die weitere Forschung an PV-Dünnschicht-Materialien und flexiblen Trägermaterialien innovative Anwendungsfelder, welche Gewichtsvorteile aufweisen und weitere, vielleicht sogar originellere Formen der Bauwerksintegrationen zulassen.“ Für die energetisch, architektonisch und baulich optimale Integration empfiehlt es sich, GIPV schon im frühen Entwurfsstadium von Bauvorhaben einzuplanen.

Sie wollen wissen, welche GIPV-Lösung zu Ihrem Haus passt?

ertex solar aus Amstetten produziert und vertreibt Solarmodule für die Gebäudeintegration. Ziel ist, Solartechnik möglichst harmonisch in die Gebäudearchitektur zu integrieren.

Das Schweizer Forschungszentrum CSEM hat zusammen mit akademischen Institutionen an terracottafarbenen und weißen PV-Modulen getüftelt. Die ersten Produkte sind im Handel.

Hier die Infos zum Award:

INNOVATIONSAWARD FÜR BAUWERKINTEGRIERTE PHOTOVOLTAIK
Auszeichnung für Innovation, Ästhetik und Effizienz

Alle Architekten, Bauherren, Planer, Eigentümer und Unternehmen – privat, gewerblich, industriell oder öffentlich – können ihre gebäudeintegrierten PV-Projekte bis 10. Februar 2018 einreichen.

Aus den eingereichten Projekten wird beim Photovoltaik-Kongress am 20. März 2018 „das innovativste Kraftwerk in der Gebäudehülle“ ausgezeichnet.

Neben der Auszeichnung und Medienpräsenz bekommen die Sieger einen Kristallwürfel mit integrierter PV-Zelle.

>> Infos zur Einreichung

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