Dezentralisierter Energiehandel mit Blockchain-Technologie

Dezentralisierter Energiehandel mit Blockchain-Technologie

Mit Blockchain-Technologie wäre der Energiehandel für Verbraucher auf der ganzen Welt direkt zugänglich.

Mit Blockchain können Zahlungen über Kryptowährungen, digitale oder virtuelle Währungen, erfolgen, wobei Kryptografie als Sicherheit dient. Verträge könnten ausschließlich digital sein. Alle Transaktionen wären von Tausenden von „Zeugen“ verifiziert. Potenzielle No-Fee-Strukturen würden eingeführt werden, falls öffentliche Blockchains genutzt werden. Das Schöne an dieser Herangehensweise ist, dass jede Transaktion manipulationssicher gespeichert wäre (man erinnere sich an die Tetris-Analogie in meinem letzten Beitrag).

Bühne frei für die Energie-Prosumer

Der Energiehandel in Blockchains würde sofortige Genehmigungen von Geschäften ermöglichen. Möglich macht dies, im Gegensatz zu einem zentralisierten System mit seinen Einschränkungen, die Anzahl an Blockchain-Nutzern, die eine Transaktion überprüfen. Es besteht auch die Möglichkeit von No-Fee-Handel, da Transaktionen ja direkt zwischen Verbrauchern und Lieferanten (oder sogar Prosumers, einer Kombination aus Erzeugern und Verbrauchern) getätigt werden.

Direkter Zugang zum Handel für alle

Derzeit benötigt man Händler, um Energie-Geschäfte durchzuführen, und eine zentrale Behörde, um die Transaktionen zu überwachen. Mit einem Blockchain-Ansatz werden diese Transaktionsschritte und die damit zusammenhängenden Gebühren übersprungen – jeder Nutzer hätte direkten Zugang zum Handel.

Derzeit: Viele Beteiligte, viele Gebühren

Die derzeitigen Netze funktionieren, indem sie eine Vielzahl an Akteuren integrieren: Energieerzeuger, Übertragungsnetzbetreiber, Verteilernetzbetreiber, Lieferanten. Sie alle sind miteinander verknüpft. Diese Schichtenarchitektur führt zu mehreren Transaktionsgebühren. Wenn Sie Ihre Stromrechnung begleichen, zahlen Sie meist mehr für den Weg, den der Strom gegangen ist, als für die eigentliche Energie.

Blockchain-Netze: Der direkte Weg

Ein Blockchain-Netz würden Erzeuger, Prosumer und Verbraucher direkt verbinden. In diesem Szenario hat jeder Verbraucher seine eigene Nachfrage – bzw. sein eigenes Angebot – das über einen Smart Meter zur Verfügung gestellt wird. Das alles wird über das Netz übertragen, Zahlungen werden sofort über Kryptowährungen beglichen.

Saubere Energie

Als Blockchain-User würden Sie gleich wissen, woher Ihre Energie kommt. Ob es 100% grüne, oder ob es „schmutzige“ Energie ist. Jede Energieeinheit würde auf die gleiche Weise verifiziert. Das bedeutet, dass es einen manipulationssicheren und transparenten Umgang mit Zertifikaten für erneuerbare Energien und CO2-Zertifikate gäbe.

1 Kommentar

  1. Christoph sagt:

    finde ich persönlich einen sehr guten Ansatz.
    Leider wird dies schwer realisierbar sein. Die dafür nötige Kryptowährung (egal welche dann auch immer) müsste stabil und „seriös“ für die Allgemeinheit sein. Zurzeit sind, pauschal gesagt, sämtliche Kryptowährungen ein reines Spekulationgeschäft und werden ja genau deswegen sehr kritisiert.
    Die Technologie und deren Möglichkeiten dahinter werden nicht erkannt und gehen dadurch verloren.

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