Schauspieler Alexander Pschill: „Verzicht auf ein Auto? Nicht nur wegen Umweltschutz!“

Schauspieler Alexander Pschill: „Verzicht auf ein Auto? Nicht nur wegen Umweltschutz!“

„Um Himmels Willen“, antwortet Alexander Pschill auf die Frage, ob ihm Energieeffizienz und Umweltschutz wichtig sind.

„Gerade wenn man Kinder hat, ist das wahnsinnig wichtig. Umso ärgerlicher ist es, wenn durch das aktive Vermeiden des Umweltschutzes, wie in den USA und fallweise auch bei uns, Politik gemacht wird. Eine Katastrophe.“ Der Schauspieler schüttelt den Kopf und hebt eine Augenbraue. Mir fällt es schwer, ernst zu bleiben. Am Vorabend habe ich Alexander Pschill in der Komödie „Die 39 Stufen“ (siehe Foto, © Rita Newman) in den Kammerspielen der Josefstadt gesehen, mit seinem Clark Gable-Schnurrbart schaut er seinem Bühnen-Ego auch privat ziemlich ähnlich – die Augenbraue weckt Erinnerungen an großartige, Stummfilm-ähnliche Humoreinlagen.

Flamingos und „die Hölle“

Wir sitzen auf Vintage-Möbeln zwischen Flamingo-Tapeten im Foyer des Bronski & Grünberg Theaters, das der Schauspiel-Star 2016 zusammen mit seiner Gattin, der Bühnenbildnerin Kaja Dymnicki, und den Schauspielerinnen Julia Edtmeier und Salka Weber, eröffnete. Sie zeigen vor allem Komödien, wie das morbide „Liebesg’schichten und Todessachen“ oder eine 80ies-Adaption von „Wiener Blut.“ „Ich liebe die Clownerei.“ verrät er, schmunzelt, wird dann aber wieder ernst:
„Wir versuchen, unserer Tochter Nola (2 ½), Energiesparen beizubringen. Sie sollte in ihr Bewusstsein integrieren, dass Umweltschutz eine Notwendigkeit ist.“ Alex Pschill und Kaja Dymnicki besitzen kein Auto. Ist dieser Verzicht auch dem Umweltgedanken geschuldet? „Das könnte ich jetzt alles so etwas Hehres verkaufen, tue ich aber nicht“, sagt Pschill. „Parkplatzsuchen ist für mich die Hölle. Da fahre ich doch lieber mit der Straßenbahn ins Kino oder Theater – und trage nebenbei nichts zur Umweltbelastung bei. Wenn wir einen Ausflug raus aus Wien machen, nutzen wir Car2Go.“

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