Harkamps Bio-Sekt aus der renovierten Villa

Harkamps Bio-Sekt aus der renovierten Villa

„Sei neugierig!“ Das, so nehme ich mir vor, werde ich öfter zu meinen Kindern sagen. Und zu meinen Freunden, die WM-Schauen kommen und zum Fußball automatisch ein kühles Bier wollen. Es gibt Alternativen, zum Beispiel: Bio-Sekt von Hannes Harkamp aus dem schönen steirischen Sulmtal-Sausal.

Bio für bessere Qualität

Hannes Harkamp ist ein besonders Neugieriger: Mitte der 1990er Jahre wurde er als Winzer-Newcomer des Jahres gefeiert, nutzte sein Standing für regen Austausch mit Kollegen aus aller Welt. Dann begann eine „ruhige Tüftel-Phase“. „Ich wollte meine Weingärten, das Terroir bis aufs Innerste begreifen“, erzählt der Winzer. Seit einigen Jahren wird verstärkt biologisch gearbeitet, seit heuer fast ausschließlich Bio-Dynamisch. „Natürlich gefällt uns, dass das umweltschonend ist“, so Harkamp. „Zentrales Motiv ist aber, dass die Bio-Dynamik die Qualität der Weine und Sekte verbessert.“

Wohltuend anders

Trinkt man Sekt von Hannes Harkamp, schmeckt man sofort: Das ist etwas ganz anderes als der gängige „Einheitsbrei“: Dieses Getränk vibriert, ist subtil, Finessen-reich – und spannender als so manches Fußball-Match. Wichtigste Rebsorte für seine Sekte ist eine als kompliziert geltende „Diva“: Pinot Noir. Ist es eine große Herausforderung, damit biodynamischen-Sekt zu produzieren? „Pinot ist eine Wahnsinns-Sorte, sehr vielseitig. Da für den Sekt zeitiger geerntet wird, ersparen wir den Trauben den Septemberniederschlag, der in der Steiermark ziemlich heftig sein kann“, so Harkamp. Ebenfalls sehr beliebt, nicht nur für jede Art der Ballsaison: Gelber Muskateller-Sekt. „Das ist eine leicht verständliche, gelernte Sorte, die ohne Erklärungen schmeckt.“

Schön saniert: Villa Hollerbrand

Weingut Harkamp zählt zu den Aushängeschildern der österreichischen Winzersektherstellung. Die Versektung findet in der 1897 von zugewanderten Italienern erbauten Villa Hollerbrand in Leibnitz statt. 2012 bauten die Harkamps die Villa gründlich um und renovierten sie. Nun steht ein eigener Bereich für die Sektproduktion mit einer Kapazität von mehr als 100.000 Flaschen zur Verfügung.

Saubere Energie für guten Sekt

„Teil der Sanierung war auch ein Öko-Konzept mit erneuerbarer Energie“, erzählt Hannes Harkamp. Die Energie für Heizung, Warmwasser, Klimatisierung des Sektkellers wird mittels Hackschnitzeln aus der Region produziert, manchmal landen auch gerodete Weinstöcke im Ofen. Ähnlich funktioniert auch das Energie-Konzept des Hotels, das Familie Harkamp oben am Flamberg inmitten des Weinguts betreibt. Auf dem Anwesen bietet sich ein atemberaubender Rundumblick: die Koralpe auf der einen Seite, die ungarische Tiefebene auf der anderen, dazu das slowenische Hügelland – bei so viel Offenheit bleibt man wohl gerne neugierig.

>> weitere Infos zu Hannes Harkamps Sekten, Weinen und dem Hotel

Infos zur Region: TV Sulmtal Sausal – Weinland.Südsteiermark, Steinriegel 15, A-8442 Kitzeck im Sausal, Tel.: +43 03456 3500, info@sulmtal-sausal.at, sulmtal-sausal.at

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *