Hat ein Jahr nur mehr zwei Jahreszeiten?

Hat ein Jahr nur mehr zwei Jahreszeiten?

2018 war ein ungewöhnliches Jahr: Jänner und Februar praktisch Frühling. Schneeglöckchen blühten, erste Winterlinge zeigten sich und dann… Im März für drei Wochen eisige Kälte. Viele Pflanzen sind in diesen Tagen stark zurückgefroren oder gingen gänzlich kaputt. Und dann, nach wenigen Tagen Tauwetter, war auf einmal Sommer. Und der dauerte bis in den Oktober, ja sogar manche November-Nachmittag lassen noch spätsommerliche Temperaturen aufkommen.

In vielen Teilen des Landes gab’s Rekordernten an Obst, denn endlich einmal war zur Blütezeit der Gehölze im Mai kein Frost. Die Keller sind voll, die meisten Gärtnerinnen und Gärtner zufrieden: Auch bei Paradeisern, Gurken und Kürbissen war der Ertrag meist deutlich über den Erwartungen.

Stress für die Pflanzen

Der bittere Nachgeschmack nach so einem Jahr: Wie lange halten das die Pflanzen aus? Und was bedeutet das für das globale Klima in den nächsten Jahren? Das Argument, „das hat es schon immer gegeben“, gilt nur bedingt. Denn das Außergewöhnliche ist die Häufigkeit. Ob das dann die Pflanzen und wir ertragen werden? Das Leben auf dieser Erde bleibt spannend. Jetzt aber genießen wir vorerst einmal unsere grünen Lieblinge im Zimmer. Dort sind wir fürs gute Klima verantwortlich.

Sieben Tipps fürs Zimmergarteln

  • 1. Licht ist Leben!
    Die Tage werden merklich kürzer, in den Wohnräumen gibt’s merklich weniger natürliches Licht. Sind dann auch noch Vorhang oder Jalousien zu, ist für die Topfblumen kaum ein Überleben möglich. Die Folge: Blätter werden gelb und fallen ab. Besonders häufig jetzt beim Ficus benjamin zu beobachten. Daher nun die Pflanzen direkt ans Fenster!
  • 2. Blätter von Staub reinigen!
    Die Schmutzschicht auf den Blättern von Gummibaum & Co nimmt noch einmal eine große Portion Licht weg. Daher wann immer es möglich ist, die Pflanzen vom Staub befreien. Abduschen oder mit verdünnter Milch oder abgestandenem Bier und einem Schwamm reinigen.
  • 3. Gießen mit abgestandenem Wasser!
    Kein frisches Leitungswasser zum Gießen verwenden. Besser einige Tage stehen lassen oder Regenwasser verwenden. Das Wasser sollte immer Zimmertemperatur haben. Bewährt hat sich auch das Kochwasser von Kartoffeln (ungesalzen natürlich!). Vor allem bei Orchideen wird damit die Pflanze mit Mineralien versorgt.
  • 4. Kein „nassen Füße“!
    Stehen gebliebenes Gießwasser im Übertopf oder Untersetzer sind der Hauptgrund für kranke Zimmerpflanzen. Faustregel: Nach dem Gießen darf nach einer halben Stunde kein Wasser im Untersetzer zu finden sein. Sonst kommt es zu Wurzelfäulnis
  • 5. Im Winter weniger düngen!
    Stehen die Zimmerpflanzen im warmen Wohnräumen, dann müssen sie nun nur alle zwei Wochen gedüngt werden: Blütenpflanzen alle ein bis zwei Wochen, Grünpflanzen alle zwei bis drei Wochen.
  • 6. Die besten Pflanzen fürs Wohnzimmer!
    Bei den Grünpflanzen zählen nach wie vor der Yucca, aber auch Ficus benjamin und Zamioculcas als die robustesten Pflanzen. Die beliebte Phalaenopsis-Orchidee ist ideal für die geheizten Wohnräume, aber auch in den nächsten Wochen der Weihnachtsstern.
  • 7. Pflanzen für kühle Räume!
    Da gehören unbedingt die Alpenveilchen (Cyclamen) und die Zimmerazaleen dazu. In Wintergärten, die auch bei Sonnenschein gelüftet werden, gedeihen auch Kamelien (nie mehr als 15 Grad) hervorragend.

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