Weihnachtsstern hat auch den Sommer gern

Weihnachtsstern hat auch den Sommer gern

Könnt ihr euch einen 4 Meter hohen Weihnachtsstern vorstellen? In seiner Heimat (Mexiko, Zentralamerika, Karibik) wird die bei uns in der Advents-Zeit als Tisch-Schmuck beliebte Pflanze tatsächlich so groß. Das geht sich bei uns nur in Glashäusern aus. Aber mit der richtigen Pflege können Sie mit Ihrem Weihnachtsstern lange eine Riesen-Freude haben.

Wichtige Wohlfühl-Faktoren für den Weihnachtsstern: Regelmäßig gießen, aber niemals Wasser im Untersetzer oder Übertopf stehen lassen. Kalte Zugluft beim Lüften tut der Pflanze gut. Wer seinen Weihnachtsstern lange behalten will, sollte ihn wöchentlich düngen, und im Frühjahr kräftig zurückschneiden. Ab Mai sollten Sie den Weihnachtsstern ins Freie stellen. Im Juli noch einmal zurückschneiden und dann ab September wieder ins Haus holen.

Wann kommt die Weihnachtsstern-Blüte?

Die Pflanze beginnt erst zu blühen, wenn die Nächte länger sind, als der Tag. Der offizielle Name des Weihnachtssterns lautet übrigens: Euphorbia pulcherrima – die allerschönste Wolfsmilch. Poinsettie wird die Pflanze genannt, weil der ursprüngliche Entdecker so hieß.

Wie giftig ist der Weihnachtstern?

Das werde ich öfter gefragt. Die Antwort: Der milchige Saft kann Hautreizungen verursachen.
Aber: In den gezüchteten Kulturformen sind keine Stoffe enthalten, die für Menschen gefährlich sind. Hunde und Katzen können allerdings beim Fressen der Blätter Magen- und Darmprobleme bekommen. Ebenfalls interessant ist die Geschichte der Pflanze: Montezuma II verehrte sie, der Farbstoff wurde zum Bemalen der Tempel verwendet, der Milchsaft zum Bekämpfen von Fieber – letzteres bitte nicht nachmachen.

Geschichte eines Pflanzen-„Stars“

Überlieferungen zufolge schmückten Franziskaner-Mönche in Mexiko die Altäre ihrer Missionsstation in Taxco mit den roten Weihnachtsstern-Blüten. Der amerikanische Botschafter in Mexiko, Joel Robert Poinsett, brachte erste Stecklinge nach Kalifornien. 1804 brachte Alexander von Humboldt ein Exemplar von seiner Amerikareise nach Europa. Sie sehen also eine Pflanze mit bewegter Geschichte, wenn Sie Ihren Weihnachtsstern betrachten – und erinnern sich hoffentlich dabei auch an schöne Weihnachtstage!

Christbaum nach Weihnachten nutzen

Apropos: Denken Sie schon daran, den Christbaum schön langsam zu entsorgen? Tipp: Die Äste können Sie zum Schutz von Rosen bzw. gehäckselt für den Kompost verwenden.

Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage und ein erfolgreiches und gesundes (Garten-)Jahr 2019!

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